Diese Wanze vermiest den Spätsommer
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Wenn die Sonne scheint und die Temperaturen am Nachtmittag steigen, sind sie da: Tausende Gartenwanzen. Sie sitzen auf der Südseite von Gebäuden, machen sich auf Balkonen und Terrassen breit. Obwohl sie für den Menschen ungefährlich sind, sorgen sie für Ekelgefühl. Denn: Wer ihnen zu nahe kommt, macht mit ihrem eigenartigen Geruch Bekanntschaft, weshalb die Wanze landläufig auch Stinkkäfer genannt wird. Am Donnerstag vergangener Woche war die ganze Front der Bussenkirche von den Tieren gefallen.
Im Spätsommer verlassen die Wanzen zu hunderten ihre Futterpflanzen und fliegen bevorzugt helle, sonnenexponierte Hausfassaden an, um dort einen geeigneten Ort zum Überwintern zu finden. Dabei werden in Mietshäusern besonders Balkone hoch gelegener Wohnungen, sowie begrünte Dachterrassen angeflogen, während Wohnungen im Erdgeschoss meist weniger betroffen sind. Die Wanzen verkriechen sich besonders gerne in Ritzen und Spalten im Mauerwerk, in Jalousiekästen oder unter Blumenkästen und Teppichen auf dem Balkon, wo sie meistens in größeren Gruppen überwintern. Gerne auch an efeubewachsenen Wänden.
Tiere sind ungefährlich
Die Wanzen sind auffällig. Sie haben einen eigenartig eckigen Körper, sind mit 14 bis 16 Millimetern relativ groß. Sie brummen wie Mai- oder Juni-Käfer und wenn sie Gefahr wittern oder getötet werden, fangen sie an zu stinken. Derzeit sind die Wanzen auf der Suche nach einem Winterquartier und dringen dabei auch in Häuser und Wohnungen ein. Selbst in Riedlingens Innenstadt bevölkern sie Balkone und Terrassen in so großen Mengen, dass den Bewohnern die Benutzung ihrer Freiflächen vergeht.hier mehr dazu