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#1

Johannistag am 24. Juni

in Brauchtum und Feiertage 23.06.2013 18:40
von Uschi | 45.089 Beiträge | 43839 Punkte

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"Wenn die Johanniswürmchen schön leuchten und glänzen,
kommt's Wetter zu Lust und im Freien zu Tänzen;
verbirgt sich das Tierchen bis Johanni und weiter,
wird's Wetter einstweilen nicht warm und nicht heiter."

"Vor Johanni bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen."

Bild entfernt (keine Rechte)



zuletzt bearbeitet 24.06.2019 11:23 | nach oben springen

#2

RE: Johannistag am 24. Juni

in Brauchtum und Feiertage 25.06.2016 08:37
von Uschi | 45.089 Beiträge | 43839 Punkte

Bild entfernt (keine Rechte)– Der Johannistag ist der „Tag der Heilkräfte“, an dem man die „Johanniskräuter“
– u. a. Margarite, Arnika, Bärlapp, Beifuß, Eisenkraut, Kamille, Klette, Königskerze (auch „Sonnwendblume“), Quendel und Ringelblume – für die Hausapotheke sammelt.
Die wichtigste nach diesem Tag benannte Heilpflanze ist das Johanniskraut (Hypericum perforatum).

– Die Frauen backen tradionell „Holunderküchlein“, weil Holunderblüten, die an diesem Tag gepflückt werden, als besonders heilkräftig gelten. Aus diesem Grund wird der Johannistag auch oft „Holdertag“ genannt.

– Auch das Johannisbrot gehört traditionell zu diesem Tag. Die Johannisbrotstücke eignen sich auch sehr gut als Zutat zum Müsli.

– „Johannishändchen“ schließlich nannte man fingerförmig gestaltete Orchideen-Wurzelknollen. Sie wurden am Johannistag zwischen 11 Uhr und 12 Uhr ausgegraben und als Amulett im Geldbeutel getragen, damit das Geld nicht ausging.

– Die Johannisbeeren (Ribisel) sind um diese Zeit reif…



zuletzt bearbeitet 25.06.2016 08:38 | nach oben springen

#3

RE: Johannistag am 24. Juni

in Brauchtum und Feiertage 24.06.2019 11:12
von BlattimWind | 4.188 Beiträge | 7344 Punkte

Heute ist Johannistag (auch Johanni), einer der wichtigsten magischen Tage im Jahr.
Er zeigt das Ende der Spargel- und Rhabarberernte an und es gibt auch heute noch viele Bräuche für diesen Tag. Dabei spielen Pflanzen eine entscheidende Rolle, denn zur Mittsommerzeit ist das Sammeln von Kräutern, die an Johanni ihre größte Wirkung entfalten, besonders wichtig. Allen voran das Johanniskraut.

Bild entfernt (keine Rechte)

Aber auch Beifuß, Eisenkraut, Kamille, Beinwell, Klette, Königskerze u.a. Man pflückt Johannissträuße (die Zusammensetzung variiert je nach Gegend), denen eine besondere Schutz- und Heilwirkung nachgesagt wird.

Für mich ist es die Zeit, in der ich Johanniskrautöl (Rotöl) ansetze, Beifuß für spätere Räucherungen trockne, Königskerzenblüten sammle und auch einen Ölauszug aus Beinwellblättern mache (im Herbst ziehe ich in diesem Öl dann noch die Wurzel aus und habe die Wirkstoffe beider Pflanzenteile).


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#4

RE: Johannistag am 24. Juni

in Brauchtum und Feiertage 24.06.2020 09:23
von Uschi | 45.089 Beiträge | 43839 Punkte

Ähnlich wie beim Rhabarber besagt eine alte Bauernregel,
dass man Spargel nur bis zum Johannistag am 24. Juni stechen darf.
Während beim Rhabarber ab diesem Zeitpunkt der Gehalt an Oxalsäure zu hoch sein soll,
sind viele Gärtner beim Spargel überfragt. Ein Grund die Thematik näher zu beleuchten.
Gleich vorweg: Beim Rhabarber steigt zwar die Oxalsäure an,
jedoch bewegt sich diese für gesunde Menschen und bei normalen Verzehrmengen
in einem unbedenklichen Bereich.
Was ist also der Grund, warum die roten Stangen nicht mehr geerntet werden?
Und hier haben die beiden Gemüsearten eine Gemeinsamkeit:
Spargel braucht wie der Rhabarber ausreichend Zeit zur Regeneration,
damit man auch noch viele Jahre die Pflanze beernten kann.
Werden zu viele Spargelstangen gestochen und hat die Pflanze
keine Zeit Kräfte zu sammeln, kann im nächsten Jahr die Ernte so gut wie ausbleiben.


niemals aufgeben


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#5

RE: Johannistag am 24. Juni

in Brauchtum und Feiertage 24.06.2020 13:45
von Uschi | 45.089 Beiträge | 43839 Punkte

Was die Germanen glaubten

Nach altem Volksglauben werden zur Mittsommerzeit Naturkräfte wach, deren Wesen und Walten dem Menschen Gefahren bringen. Wer sie bannen will und auch zu bannen weiß, darf Segen und Lohn erwarten. In dieser Nacht offenbaren die Gewässer ihre heilkräftige Wirkung vor mancherlei Krankheiten. Das Johanniswasser wehrt die Bezauberung, und besonders der in der Johannisnacht in weißem Linnen aufgefangene Tau soll, zu rechter Stunde und unter feierlichem Schweigen geschöpft, dauernde Schönheit verleihen. Uraltes Wissen verkündet, dass ein Bad zur Johannisnacht neun andere Bäder an Wirkung weit übertreffe. Vielerlei Kräuter und verborgene Pflanzen, um die Mitternachtszeit gepflückt, wurden zu Kränzen gebunden und zum Schutz gegen Unheil über die Haustür gehängt.

In der Johannisnacht, so raunt die romantische Volksseele, werden die guten Geister wach, die dem Menschen Glück verheißen. Dann blüht die blaue Blume, nur in dieser Nacht, die Wunderblume, die dem Finder nie gekannte Schatzberge öffnen wird. Reichtümer aus versunkenen Zeiten rücken in Menschennähe und tun sich durch tanzende Flammen kund.

Im Brauchtum von einst galt auch das Johanniskraut als besonders abwehrstark gegen böse Geister, wenn es geflochten um den Hals oder auf dem Hut getragen wurde. Heute hilft das aus den Blüten dieser Pflanze gewonnene blutrote Johannisöl gegen vielerlei Wehwehchen.

Zur Tradition geworden sind die weithin sichtbaren Johannisfeuer, die auf den Höhen des Frankenwaldes abgebrannt werden und deren Überspringen die Überwindung von Unglück bedeutet. Springt ein Paar gemeinsam durchs Feuer, bleibt es ein Leben lang verbunden, heißt es.


niemals aufgeben


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