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RE: Mystisch und geheimnisvoll: Der Harz wird zum Hexenkessel
in 1. Mai, Maifeiertag 29.04.2022 13:16von Uschi •
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Morgen ist ja wieder die Nacht der Nächte
die Walpurgisnacht
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Der Begriff "Walpurgisnacht" wurde durch Goethe populär
Johann Wolfgang von Goethe hat den Begriff "Walpurgisnacht" populär gemacht - nicht nur im "Faust", sondern auch durch seine Ballade "Die erste Walpurgisnacht". Das Werk dreht sich um den nächtlichen Kampf zwischen heidnischen Druiden und christlichen Priestern, den der Dichterfürst mit deutlicher Sympathie für die Anhänger der vorchristlichen Naturreligion erzählt. Auch Felix Mendelssohn Bartholdy macht in seiner Vertonung augenzwinkernd deutlich, auf wessen Seite er steht - mit Sicherheit sind es nicht Goethes ängstliche und abergläubische "Pfaffenchristen".
RE: Mystisch und geheimnisvoll: Der Harz wird zum Hexenkessel
in 1. Mai, Maifeiertag 29.04.2022 14:11von BlattimWind •
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Bei den Kelten war es das Frühlingsfest - der Beginn des Sommers - BELTANE.
Wie bei allen Frühlingsfesten spielte Feuer eine wichtige Rolle. Es spendete Wärme und symbolisierte die Sommersonne, welche das Leben schenkte.
Auch heute werden ja in der Walpurgisnacht vielerorts große Feuer entzündet und die Kinder machen Fackelzüge.
HIER haben wir vor einigen Jahren schon dazu geschrieben.
Die Fähigkeit, im Frieden mit anderen Menschen und mit der Welt zu leben, hängt sehr weitgehend von der Fähigkeit ab, im Frieden mit sich selbst zu leben. [Thich Nhat Hanh]
RE: Mystisch und geheimnisvoll: Der Harz wird zum Hexenkessel
in 1. Mai, Maifeiertag 30.04.2023 12:47von Uschi •
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Unsere heutige Bezeichnung Hexe
leitet sich vom althochdeutschen Wort hagazussa ab. Ursprünglich benannten die germanischen Ureinwohner Mitteleuropas damit weise Frauen und Priesterinnen ihrer Religion.
Sie besaßen Macht und genossen im Volk hohes Ansehen und Vertrauen.
Hexenbegriff
Der Begriff wandelte sich unter dem Einfluß der christlichen Kirche. Etwa ab dem 15. Jahrhundert wurde er für Frauen verwendet, welche geheime Künste beherrschten bzw. Zauberkräfte besaßen. All ihre dämonischen Fähigkeiten erhielten die Hexen angeblich durch einen Pakt mit dem Teufel.
Hexenglauben
In vorchristlicher Zeit gab es im Harzgebiet noch keinen im Volk fest verankerten Glauben an Hexenwesen. Die Vorstellung von diesen mit dem Teufel verbündeten Frauen entstand wahrscheinlich erst im Zuge der Christianisierung in der Zeit des Hochmittelalters. Der ursprünglich noch recht diffuse Hexenglaube erhielt dabei im Laufe der Zeit immer mehr Konturen. So wurde den Hexen anfangs nachgesagt, Krankheiten und Tod herbeiführen sowie materielle Schäden anrichten zu können.
Hexen im Bund mit dem Teufel
Später, etwa im 16. Jahrhundert, kam die Vorstellung vom Hexensabbat hinzu. Bei dieser Feier in Form einer schwarzen Messe wurde der Teufel von den Hexen verehrt und christliche Symbole und Handlungen pervertiert. Sexuelle Ausschweifungen, Schaden anrichtende Zauberei, obszöne Rituale wie das Küssen des Gesäßes des Teufels, wilde Tänze, Kannibalismus und Kindermord gehörten zum Programm dieser nächtlichen Feste.
Hexensabbat
Die Anreise der Hexen zum Hexensabbat erfolgte durch die Luft. Dabei benutzten sie Besen, Mistgabeln oder Tiere als Fluggeräte, welche sie vorher ebenso wie sich selbst mit einer halluzinogenen Hexensalbe einrieben. An bestimmten Orten sammelten sich die Hexen, um gemeinsam zu ihrer teuflischen Feier zu fliegen.
Rolle des Blocksberges
Das Fest selbst fand meist auf einem Berg - dem sogenannten "Blocksberg" - statt. Die Bezeichnung Blocksberg ist dabei kein Eigenname, sondern ein Synonym für den Handlungsort der Hexenfeier. Jede Region hat ihren eigenen Blocksberg.
Walpurgisnacht
Einer der wichtigsten Termine für dieser Art von Hexenfest wurde die Nacht vom 30. April zum ersten Mai - die nach der Heiligen Walburga benannte Walpurgisnacht. Im Harz wurde der Brocken der Blocksberg, auf dem sich nachts die Hexen trafen, um den Teufel zu ehren und von ihm neue Zauberkräfte zu empfangen.
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RE: Mystisch und geheimnisvoll: Der Harz wird zum Hexenkessel
in 1. Mai, Maifeiertag 30.04.2024 17:33von Uschi •
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Rituale der „Hexen“ Heia Walpurgisnacht!
Der wilde Ritt zum Blocksberg im Harz
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Um die Nacht vom 30. April zum 1. Mai ranken sich wilde Legenden – mit grausamen Folgen: Besessene Frauen feiern angeblich am Feuer eine Orgie mit dem Teufel. In der Zeit der Hexenverfolgung gestanden die Angeklagten unter Folter den Pakt mit dem Bösen. Ein Todesurteil und eine Einladung zur Denunziation.
„Als sie mit ihrem Besen auf dem Blocksberg ankam, waren die großen Hexen schon alle versammelt. Sie tanzten mit fliegenden Haaren und flatternden Röcken rund um das Hexenfeuer. Es mochten wohl alles in allem fünf- oder sechshundert Hexen sein. Berghexen, Waldhexen, Sumpfhexen, Windhexen, Knusperhexen und Kräuterhexen. Sie wirbelten wild durcheinander, schwangen die Besen, meckerten, krähten und kreischten, ließen es donnern, schleuderten Blitze und sangen ‚Heia Walpurgisnacht‘, das alte Hexenlied.“ (Otfried Preußler: Die kleine Hexe) hier mehr dazu
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RE: Mystisch und geheimnisvoll: Der Harz wird zum Hexenkessel
in 1. Mai, Maifeiertag 23.04.2026 18:55von Uschi •
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Im Harz fiebern die Menschen schon nach Weihnachten
der Walpurgisnacht zum 1. Mai entgegen.
Sie verkleiden sich als Hexen und stellen
sich Hexen-Puppen vor das Haus.
Die Walpurgis-Feiern gehen ursprünglich auf heidnische
Frühlingsfeste zurück. Später versuchte die Kirche,
den Feiern einen neuen Inhalt zu geben. Sie ließ
am 30. April den Geburtstag der heiligen Walburga feiern,
der Schutzpatronin gegen Aberglauben und Geister.
Heute ist die Walpurgisnacht nicht nur eine große Touristen-Attraktion,
sondern nach wie vor auch für viele Einheimische ein Grund zum Feiern.
Auch auf dem Brocken – dem sagenumwobenen Blocksberg –
treffen sich die Hexen und andere magische Wesen,
um in den Mai zu feiern. Die meisten sind aber vermutlich kostümiert.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall:
Schon in vorchristlicher Zeit galt der Übergang vom April
zum Mai als eine Schwelle – sowohl im Jahreslauf
als auch im spirituellen Sinn. Der 1. Mai symbolisierte Fruchtbarkeit,
Wachstum und Lebensfreude. Heute ist die Walpurgisnacht
vor allem bekannt durch Maifeuer, Feste und symbolische
Reinigungsrituale. Als Vorabend des Maifeiertags (Tag der Arbeit)
kann sie zudem der Auftakt zu einem verlängerten Wochenende sein.
Ein gesetzlicher Feiertag ist der 30. April allerdings nicht.
RE: Mystisch und geheimnisvoll: Der Harz wird zum Hexenkessel
in 1. Mai, Maifeiertag 30.04.2026 09:09von Uschi •
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Walpurgisnacht: Die Nacht, in der Hexen auf Besen reiten
Hexenritt auf dem Blocksberg
Dem Volksmund nach trafen sich die Hexen zunächst am Hexentanzplatz
in Thale im Harz und ritten dann auf ihren Besen hinauf zum Brocken,
um mit dem Teufel zu tanzen.
Wie unzählige Legenden und Sagen berichten,
sollen sie in der Walpurgisnacht auch auf Katzen oder
Ziegenböcken auf den Blocksberg reiten, um am großen
Hexentanz teilzunehmen. Bevor sie jedoch dort und auf
vielen anderen – zumeist nur in der jeweiligen
Region bekannten – „Hexentanzplätzen“ mit dem Teufel
das Tanzbein schwingen, treiben sie auf ihrer Reise
allerlei Schabernack und richten so manchen Schaden an.
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