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#1

Biologische Düngung

in unsere Privaten Gärten 04.04.2016 16:36
von Uschi | 45.087 Beiträge | 43831 Punkte

Biologische Düngung

Statt mit chemischen und synthetischen Mitteln gegen Gartenschädlinge und Pflanzenkrankheiten vorzugehen, gibt es eine Vielzahl von Pflanzen, die dazu verwendet werden können. Diese Pflanzen haben fungizide und insektizide Eigenschaften und sind rein biologisch und umweltverträglich.
Für Ihre Verwendung gibt es verschiedene Formen:

- Aufgüsse: Die Wirkstoffe werden durch Aufgießen von kochender Flüssigkeit auf die Pflanze aus ihr extrahiert. Danach lässt man die Flüssigkeit erkalten.

- Absud: die Pflanzenteile werden in kaltes bis heißes Wasser gelegt, dann aufgekocht und eine bestimmte Zeit gekocht. Die Dauer hängt ab von der Pflanze. Danach wird der Absud erkalten lassen.

- Mazeration: Die Extraktion der Wirkstofffe wird mit kaltem Wasser, Öl oder Alkohol erreicht. Die Zeit hierfür dauert entsprechend lange. Der Extrakt bei diesem Verfahren wird auch Jauche genannt. Hierfür können viele Pflanzen, die in unseren Gärten oft als Unkraut wachsen, verwendet
werden:
Brennessesseljauche, Beinwelljauche, Farnjauche oder Schachtelhalmjauche.

Aufguss, Absud und Jauche werden meist auf die Pflanzen aufgesprüht.


AUFGÜSSE und WOGEGEN SIE WIRKEN

ALLGEMEINE VORGEHENSWEISE
150g Pflanzenbestandteile mit 5 l kochendem Wasser aufgießen. Nach 10 Minuten filtern, abkühlen lassen und die Pflanzen damit besprühen. Abweichende Angaben stehen bei der jeweiligen Wirkpflanze.

Knoblauch
Nach 30 Min. filtern und erkalten lassen.
- Gegen Blattläuse, Raupen, Maden, Milben, Schnecken, Rost.

Rainfarn
Behandlung wiederholen 3 x in 10tägigem Abstand.
- Gegen Läuse, Ameisen, Apfelwickler, Kohlweißlinge, Gemüseeulen, Himbeergallmücken

Basilikum
- Gegen Blattläuse, Schildäuse, Spargelwurm.

Katzenminze
- Gegen Kartoffelkäfer.

Zitrusfrüchte
- Gegen Fruchtfliegen.

Holunderbeeren
- Gegen Blattläuse, Maden, Möhrenfliegen.

Minze
- Gegen Kartoffelkäfer und Ameisen.

Geranium
-Gegen Kohlfliege und Maiswurm.

Johanniskraut
.Gegen Traubenparasiten.

Rhabarber
150 g frische, grobgehackte Rhabarberblätter mit 3l kochendem Wasser übergiessen.
- Gegen alle Arten von Insekten

Pfeffer
150 g frischen, grob gemahlenen Pfeffer mit 5 l kochendem Wasser übergiessen.
- Gegen alle Arten von Insekten.

Meerrettich
- Gegen Krankheiten von Obstbäumen.

Schnittlauch
- Gegen Schorf bei Äpfeln, Mehltau bei Gurken, Zucchini und Johannesbeeren


MAZERATION

Knoblauch
Weichen Sie 100 g Knoblauch in 20 ml Öl 24 Stunden lang ein. Fügen Sie 1 l Wassr und 10 ml Seife zu. Filtern.
20fach verdünnen vor der Anwendung. Kann auch mit Pfeffermazeration gemischt werden.
- Gegen Blattläuse, Raupen, Maden, Milben, Schnecken und Rostflecken.

Pfeffer
Weichen Sie 250 ml scharfen Pfeffer in 500 ml Wasser 24 Stunden ein. Verdünnen Sie 15 ml mit 4 l Wasser vor Anwendung. Vorsicht: Nicht auf junge Pflanzen sprühen!
- Gegen alle Arten von Insekten

Schnittlauch
Weichen Sie 60 g Schnittlauch in 1 l Wasser 24 Stunden ein. Filtern.
- Gegen Schorf bei Äpfeln, Mehltau bei Gurken, Zuccini und Johannisbeeren

Milch
Verdünnen Sie einen Liter Wasser mit 9 l Wasser. Verwenden Sie fettarme Milch, das beugt Geruchsbildung vor. Besprühen Sie die damit die Blätter der Pflanze.
- Gegen Echten Mehltau

Gemeine Schafgarbe
Weichen Sie 20g getrocknete Schafgarbe in 1 l Wasser ein. Zur Vorbeugung sprühen mit 10 %iger Verdünnung.
- Gegen alle Pilzerkrankungen. Beschleuniger für Kompostbildung.

JAUCHEN

Brennnessel
Legen Sie 1 kg grob gehackte Brennnesseln in 9 l Wasser ein. Decken Sie den Behälter ab, nach 3 Tagen filtern. Besprühen Sei damit die Pflanzen.
- Gegen Läuse, Karottenfliege und Mehltau.

Farn
Legen Sie 1 kg grob gehackten Farn in 10 l Wasser ein. Decken Sie den Behälter ab und rühren Sie alle 2 Tge um.
Nach 8 Tagen filtern, mit Wasser auf 10 % verdünnen.
- Gegen Läuse.

Schachtelhalm
Legen Sie 500 g Schachtelhalm in 5 l Wasser 3 Stunden ein, danach 30 Minuten kochen, erkalten lassen und filtern.
Verdünnen auf 30 %, außer bei stark erkrankten Pflanzen, dann kann die Jauche unverdünnt verwendet werden.
Sprühen Sie bei starkem Befall alle 2 Wochen , ansonsten 1 mal pro Monat.
- Gegen Pilzerkrankungen, Rostflecken, Mehltau, Fäule. Besonders geeignet für Bohnen, Tomaten, Kartoffeln, Kopfsalat.

Wermut
Hacken Sie den Wermut und legen Sie ihn im Verhältnis 100 g/l ein. Decken Sie den Behälter ab und rühren Sie alle 2 Tage um.
Nach 8 Tagen filtern und verdünnen auf 10 %.
- Gegen Flohkäfer (unverdünnt), Wickler (verdünnt 10%), Raupen (unverdünnt), Ameisen (unverdünnt, Weißlinge (verdünnt 10%), Erdläuse (unverdünnt), Lauchmotten (unverdünnt), Spinnmilben
(unverdünnt)
- REPELLENT gegen Fliegen
- FUNGIZID gegen Rostflecken bei Johannisbeeren (unverdünnt)
- REPELLENT gegen Nacktschnecken.

Zwiebeln
Lassen Sie 80 g gehackte Zwiebelknollen pro Liter Wasser fermentieren. Sprühen als Fungizid in 10 %iger Verdünnung, als Insektizid: auf 20% verdünnt. Zum Gießen als Dünger unverdünnt verwenden.
- Gegen Grauschimmelfäule
- Gegen Karottenfliegen
- DÜNGER

Tomaten
100 g Tomatenabfälle und Tomatenblätter hacken und in 1 l Wasser fermentieren lassen. Als Dünger unververdünnt gießen, als Insektizid unverdünnt sprühen.
- Gegen Flohkäfer, Raupen, Läuse, Lauchmotten, Schnaken
- WACHSTUMSBESCHLEUNIGER
- DÜNGER


Zitat

Als Repellent (von lat. repellere „vertreiben“, „zurückstoßen“) – auch Repellens, Repulsivstoff oder Vergrämungsmittel – wird ein Wirkstoff bezeichnet, der von einem Organismus über den Geruchssinn wahrgenommen wird und der diesen abschreckt, ohne ihn zu töten. Vor allem im englischen Sprachraum werden zu den Repellentien auch physikalische Methoden gezählt, die Organismen vertreiben oder zurückstoßen wie elektrische Weidezäune oder Ultraschallquellen (Repeller).

Repellentien werden gegen unterschiedliche Organismen eingesetzt, die vom Anwender als „Schadorganismen“ oder an einem bestimmten Ort unerwünschte Organismen angesehen werden. Als Zielorganismen kommen heute Gliederfüßer, Fische, Säugetiere oder auch Menschen in Betracht.

Die Abwehr von stechenden Insekten ist in vielen Gegenden ein starkes menschliches Bedürfnis. In den im Sommer sehr mit Stechmücken belasteten nordischen Ländern ist Pechöl, ein Beiprodukt aus der Gewinnung von Birkenpech, ein traditionelles Mittel.[3]



Zitat
Fungizide werden vor allem in der Landwirtschaft als Pflanzenschutzmittel angewendet. Daneben dienen sie auch zur Bekämpfung von Schadpilzen (z. B. Schimmelpilzen) auf Holz, Farbe, Textilien, an Wänden (Hausschwamm) und bei Lebensmitteln. Für Fungizide, die in der Medizin (z. B. gegen Hautpilze) eingesetzt werden, ist der Begriff Antimykotika gebräuchlicher. Im Gegensatz zur Landwirtschaft werden auch fungizid wirkende Biozide als Desinfektionsmittel eingesetzt. In diesem Bereich wird zwischen fungizider und sporizider Wirkung deutlich unterschieden, da das unschädlich Machen von (Schimmelpilz-)Sporen wesentlich aggressivere Chemikalien und höhere Einwirkzeiten erfordert als das Abtöten der biologisch aktiven Myzelzellen und Sporen bildenden Zellen.



zuletzt bearbeitet 04.04.2016 16:37 | nach oben springen

#2

RE: Biologische Düngung

in unsere Privaten Gärten 04.04.2016 19:20
von Gerbera | 6.313 Beiträge | 7443 Punkte

Wir haben auch immer Holzasche zum Düngen genommen



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#3

RE: Biologische Düngung

in unsere Privaten Gärten 04.04.2016 23:40
von BlattimWind | 4.188 Beiträge | 7344 Punkte

@Uschi
Da ist ja so einiges dabei,
das ich noch nicht kenne und ausprobiert habe.

fürs Einstellen.


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