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#1

Ostersitten & Osterbräuche

in Ostern 22.03.2013 13:17
von Uschi | 45.108 Beiträge | 43884 Punkte

Osterbräuche und Sitten gibt es zwar bereits seit vielen Jahrhunderten, sie haben allerdings erst im letzten Jahrhundert beim hiesigen Volk maßgeblich Anklang gefunden. Heutzutage sind die Eiersuche, das Osterfeuer und der Osterhase beim Osterfest weitgehend nicht mehr wegzudenken, zaubern diese Sitten doch vor allem Kindern jedes Jahr aufs Neue ein Lächeln in die Gesichter.

Nachfolgend die wichtigsten Bräuche & Sitten

Ostereiersuche Das Osterei & die Eiersuche:


Das, was wir hierzulande als Osterei bezeichnen, ist ein, zumeist durch natürliche Pflanzenfarben gefärbtes und bemaltes, hart gekochtes Ei, welches am Ostersonntag versteckt und zumeist von den Kindern gesucht wird. Bereits seit dem 12. Jahrhundert werden die Eier ausgeblasen oder hart gekocht, bemalt um sie entweder zu Dekorationszwecken für den Osterstrauch zu nutzen oder die weniger aufwendig bearbeiteten Eier am Ostersonntag zu essen.

An Bemaltechniken und Inspiration mangelt es schon lange nicht mehr und auch ein breites Spektrum an Farben ist heutzutage schon jedermann zugänglich. Hierbei sollte man aber die Bedeutung der Farben kennen und danach seine Eier färben. Mittlerweile werden aber nahezu alle Eier (Schokolandeier, Plastikeier…) die um die Osterzeit gekauft und verkauft werden als Ostereier bezeichnet.

Nicht nur der Ursprung des Osterhasen, auch der des Ostereis ist weitgehend ungeklärt. Aber auch hierfür hat man bereits einige Theorien vorgestellt: Zum einen wurden bereits vor Christus rot gefärbte Eier als Fruchtbarkeitssymbole bzw. als Symbol des Lebens verschenkt, zum anderen stellten Historiker fest, dass die jährliche Steuerabgabe der Bauern früher in Form von Eiern am Gründonnerstag getätigt wurde. Außerdem existiert eine Theorie, in der Eier früher als „flüssiges Fleisch“ betrachtet wurden, es somit in der Fastenzeit verboten war, sie zu essen und ein Überschuss entstand. So kochte man die älteren ab um die haltbar zu machen. Man weiß allerdings, dass die Weihe von Ostereiern schon im 16. Jahrhundert praktiziert wurde und das Verstecken der Eier aus dem 17. Jahrhundert stammt. Schon damals wurde den Kindern erzählt, dass der Osterhase die Eier versteckt.



Der Osterhase:


Der Osterhase ist die fiktive Gestalt, welche die Ostereier und Ostergeschenke für die Kinder bringt und in Garten und Haus versteckt.

Die Geschichte des Osterhasen wird erstmals im Jahre 1682 durch eine Schrift des Medizinprofessors Georg Franck von Frankenau belegt, in der er den neuartigen Brauch für die Regionen Elsass und ihre angrenzenden Gebiete beschreibt, sowie hauptsächlich über negative gesundheitliche Schäden des übermäßigen Eierverzehrs erklärt. Wie jedoch die Gestalt des Hasen zum Verstecken der Eier gekommen ist, ist bis heute nicht gänzlich geklärt. Hierzu gibt verschiedenste Theorien: Beispielsweise die etymologische Verwandtschaft von Ostern mit dem germanischen „austro“, was so viel wie Osten heißt, denn dazugehörige Erdgöttin, Holda genannt, hat Hasen und Eier zum Symbol. Manche Leute vermuten auch, dass aufgrund einer bestimmten Bibelstelle, im Psalm 104, in der bei der Übersetzung fälschlicherweise von einem Hasen gesprochen wird, ist auf den Osterhasen zurückzuführen. Eine weitere Theorie besagt, dass sich der Osterhase von einem schlecht gezeichneten Schaf oder Lamm (wobei das Lamm als Symbol für Christus fungiert) herleiten lässt. Vielleicht, so vermutet man, hat auch das byzantinische Christussymbol, der Hase, mit der Entstehung unseres Osterhasen zu tun. Eine andere, weniger stichhaltige Theorie geht davon aus, dass man den Stadtkindern im 18. Jahrhundert erzählte, dass Hasen statt Hennen Eier legen würden. Weiteren Aufschluss gibt das Dreihasenbild (Darstellung dreier Hasen mit insgesamt drei Löffeln), welches ein bekanntes Symbol der Dreieinigkeit geworden ist. Außerdem wurden Schuldner, welche ihre Schulden beim Gläubiger zurückgezahlt hatten, Hasen ähneln, die nicht mehr von Hunden gejagt werden würden. Schuldner bezahlten ihre Schulden zumeist am Gründonnerstag durch Naturalien wie beispielsweise Eiern.



Der Osterbrunnen:


Der Brauch des Schmückens von Osterbrunnen stammt aus der fränkischen Schweiz und beginnt jährlich mit Karsamstag. Sämtliche Brunnen im Dorf werden mit Ostereiern und anderen Schmuckstücken geschmückt um für das Wasser, welchem in diesen Regionen einen immens hohen Stellenwert zugeschrieben wird, zu danken. Früher war Wasserarmut in der fränkischen Schweiz ein weit verbreitetes Problem, der Brauch existiert daher schon über hundert Jahren. Außerdem wird dem Osterwasser besondere Kraft zugesprochen.


Die Ostermesse:


Bei der traditionellen Ostermesse, welche die römisch-katholische Kirche am Ostersonntag als Hauptgottesdienst feiert, findet sich der Papst mit zahlreichen Gläubigen im Petersdom ein um mit ihnen zu beten, Messe zu feiern und der Welt den jährlichen Segen „Urbi et Orbi“, zu deutsch der Stadt und dem Erdkreis, zu erteilen.


Die Osterkerze:


Die Osterkerze, zumeist eine weiße, aus Wachs bestehende, große Kerze, auf der neben einem großen roten Kreuz auch der erste griechische Buchstabe und der letzte griechische Buchstabe, das Alpha ‘ und das Omega © zu finden sind. Sie symbolisieren den Anfang und das Ende. Die Osterkerze wird in der Osternacht vom Priester mit den dreimal wiederholten Worten Lumen Christi (zu Deutsch: Licht Christi) entzündet und in die Kirche geführt. Von ihr ausgehend werden im Laufe der Osternacht sämtliche eigenen Osterkerzen entzündet, denn das Licht Gottes soll alle Häuser und auch die kommenden Feste im Kirchenjahr erleuchten.



Die Fleisch- bzw. Speiseweihe


Diese Tradition gibt es seit mindestens einem Jahrtausend und besagt inhaltlich, wie sehr die zum Verzehr gesegneten Nahrungsmittel gewürdigt wurden. Heutzutage werden neben Fleischwaren vor allem Eier und Milchprodukte zur Weihe mitgebracht.

Das Osterwasser


Seit dem 4. Jahrhundert ist die Taufe ein fixer Bestandteil des Osterfests, denn schon immer war das Wasser Lebensspender für Tiere und Pflanzen. Der Priester weiht in der Osternacht das Wasser für die Taufen des gesamten folgenden Jahres. Außerdem wird Wasser für die Häuser der Gemeinde geweiht, welches mitgenommen werden darf um so vor Unheil zu schützen.

Das Osterlachen



Das Osterlachen ist ein vom 14. bis 19. Jahrhundert gepflegter Brauch, bei dem in der Predigt gelacht werden sollte, denn man wollte auf diese weise einerseits der Osterfreude Ausdruck verleihen, andererseits die Überlegenheit, den Sieg des Lebens über den Tod, darstellen.

Das Osterrad


Dieser Brauch ist vorwiegend in Norddeutschland den Alpen zu finden. Dort lassen die Menschen in der Nacht riesige Räder mit Stroh von Hügeln rollen, denn ein gutes oder schlechtes Ankommen des Rades soll Aufschluss über die zukünftige Ernte geben.

Das Osterlamm


Das Symbol des Lamms steht für Unschuld und Reinheit, es wird im Christentum auch als Christussymbol gekannt. Die Schlachtung von Osterlämmern stammt wahrscheinlich aus dem Judentum, wegen des Passahfestes, wird heutzutage natürlich nicht mehr praktiziert.


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#2

es läuten keine Glocken

in Ostern 18.04.2014 20:45
von Uschi | 45.108 Beiträge | 43884 Punkte

Einem jahrhundertealten Brauch gemäß schweigen in allen katholischen Kirchen aus Trauer um das Leiden und Sterben Jesu Christi
vom Gloria der Messe vom Letzten Abendmahl am Abend des Gründonnerstags
bis zum Gloria in der Feier der Osternacht die Glocken (teilweise auch der Uhrschlag).
Als Ersatz werden Schlagbretter, Ratschen, Klappern und ähnliche Holzwerkzeuge genutzt,
um die Gläubigen an die Gebets- und Gottesdienstzeiten (Angelus, Stundengebet) zu erinnern.
Auch die Altarschellen werden durch solche Klappern ersetzt.
Es wird weder die Orgel noch ein anderes Musikinstrument gespielt.
Stattdessen wird in den Gottesdiensten a cappella gesungen.
Der Verzicht auf Glockenläuten und feierliches Orgelspiel wird auch in evangelischen Kirchen geübt.



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#3

RE: es läuten keine Glocken

in Ostern 19.04.2014 19:50
von Uschi | 45.108 Beiträge | 43884 Punkte

Dieser Tag war früher der stillste im ganzen Jahr. Im heutigen Alltag spürt man meist nicht mehr viel von der besonderen Stille dieses Tages.

Seit Donnerstag Abend werden die Glocken nicht geläutet.
Im Volksmund sagt man die Glocken sind nach Rom geflogen.
Erst heute Nacht wenn die Auferstehungsfeier in der Kirche statt findet
werden beim Gloria wieder die Glocken läuten.
eigentlich ist der Karsamstag einer der stillsten Tage

doch inzwischen ist man mit den Vorbereitungen für die Ostertage beschäftigt und in vielen Familien ist der Ostersamstag ein gemeinsamer "Backtag".

Es werden besonders bunte und schöne Torten gezaubert oder typisches Ostergebäck in verschiedenen Formen und Figuren. Diese Gebäcke heißen "Gebildebrote" und einige haben eine besondere Symbolik. Der Zopf zum Beispiel gilt als Glücksbringer und zusammen gelegt als Osterkranz soll er Glück, Gesundheit und Lebenskraft bringen. Das Osterlamm ist in seiner Symbolik klar - das Opferlamm.



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#4

RE: es läuten keine Glocken

in Ostern 20.04.2014 11:39
von Rehmann | 3.611 Beiträge | 7596 Punkte
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