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Siebenschläfer
Es schlief ein Siebenschläfer fest
Das halbe Jahr in seinem Nest
Bei zwanzig Grad da wacht er auf
Und findet Nahrung gleich zuhauf
Im Vorjahr hat er vorgeplant
Die besten Eckern abgesahnt
In seiner Höhle gut versteckt
Das erste Mahl wird gleich vollstreckt
Wenn dann der Hunger wiederkehrt
Dann läuft er meistens unbeschwert
Die Mauern oder Bäume rauf
Und füllt dann seinen Magen auf
Wenn Feinde kommen ihm mal nah
Und packen ihn am Schweif, ruft „pah“
Der kann auch mal verloren geh’n
Er wächst erneut, Ihr werdet seh’n
Auch ich käm‘ gerne Mauern rauf
Am besten dann auch noch wohlauf
Bei einem Körperteilverlust
Da wär‘ ich gern wie Du robust
© ANTOSCH
Ein Gedicht von Anton Schlittmaier
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Der Siebenschläfer hat es gut –
wer schläft, der zeigt den größten Mut!
Er macht einfach den Vorhang zu
und lässt die doofe Welt in Ruh!
Er wünscht sich einen Traum herbei,
die mehr ist als „nur Zeit vorbei“ –
er blickt in keinen Tagesspiegel
und bricht ganz leicht Pandoras Siegel.
Trotzdem hat er die Not vergessen!
Er weiß wie man ein reines Wesen,
mit wunderbarem Glanz umgibt –
in sich und alles was es gibt verliebt…
Weck einen Siebenschläfer nicht!
und sag ihm niemals ins Gesicht:
„Denk, off’nen Auges, mal kompletter!“
Denn das gibt endlos Regenwetter…
© Alf Glocker