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die Fichte oder die Rottanne
in Unser Wald > Bäume 04.12.2025 15:59von Uschi •
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die Fichte
Die Gemeine Fichte (Picea abies), auch Gewöhnliche Fichte,
Rotfichte oder Rottanne, früher auch Schwarztanne oder Pechtanne genannt,
ist eine Pflanzenart in der Gattung der Fichten
Die Fichte zeichnet sich durch einen schnellen Wuchs,
eine spitze Krone und vierkantige, stechende Nadeln aus.
Das Holz ist weich, leicht und meist hellgelblich-weiß,
wobei Splint- und Kernholz farblich kaum zu unterscheiden sind.
Zu ihren Besonderheiten gehören auch die hängenden Zapfen und
ihre Fähigkeit, auf feuchten, sauerstoffreichen Böden gut zu gedeihen.
Die Fichte ist in Deutschland die volkswirtschaftlich bedeutendste Baumart. Doch im Vergleich zur Buche ist eine Fichte weniger beständig und anfälliger gegenüber Umwelteinflüssen und Schädlingen. Der immergrüne Nadelbaum erreicht eine Höhe von 30 m bis max. 60 m und kann bis zu 600 Jahre alt werden.
Aufgrund der vielseitigen Verwendbarkeit des Holzes (Papier, Bauholz) ist sie der „Brotbaum“ der Forstwirtschaft.
Die Fichte galt als Sinnbild für Stärke und Hoffnung im Mittelalter. Schon in der vorchristlichen Zeit stellte man zur Wintersonnenwende einen Tannenbaum (auch die Rottanne) auf. Im Jahr 1539 stand der erste christliche Weihnachtsbaum im Straßburger Münster.
Das Symbol des Baumes verkörpert insoweit die kosmische Ordnung. Somit steht der Baum quasi als Vermittler zwischen Himmel und Erde. Die Baumkrone stellt den Himmel dar, also unseren Geist, mit dem man tief über den Stamm hinweg in die Erde verwurzelt ist. Der Stamm steht dabei für alles Materielle im Leben.
RE: die Fichte
in Unser Wald > Bäume 04.12.2025 16:43von Uschi •
| 49.562 Beiträge | 56608 Punkte
Die Fichte hat eine heilende Wirkung, die vor allem
bei Atemwegserkrankungen wie Husten und Bronchitis
zum Einsatz kommt, da sie schleimlösend, antiseptisch
und entzündungshemmend wirkt. Die Heilwirkung beruht
auf den Inhaltsstoffen der Nadeln und des Harzes,
darunter ätherische Öle und Vitamin C. Äußerlich wird sie
zur Lockerung der Atemwege (z. B. durch Inhalieren, Bäder, Salben)
und zur Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt
Ob als Tee, Sirup oder Würzöl – Tannenspitzen sind seit Jahrhunderten
fester Bestandteil der Volksmedizin und Küche.
Von Mexiko bis China finden sich Aufzeichnungen über ihre Nutzung.
In Mitteleuropa erwähnten bereits Hildegard von Bingen und
Sebastian Kneipp die heilenden Eigenschaften der jungen Triebe.
Tannenspitzen enthalten ätherische Öle, sekundäre Pflanzenstoffe,
Chlorophyll und reichlich Vitamin C. Deshalb waren sie einst
ein wichtiges Mittel zur Vorbeugung von Skorbut bei Seefahrern.
Erntezeit & nachhaltige Sammlung von Tannenspitzen
Die Erntezeit liegt zwischen April und Mai, in manchen Regionen bis Juni. Damit die Bäume keinen Schaden nehmen, sollten nur vereinzelte junge Triebe geerntet werden. Besonders kleine Tannen sollten verschont bleiben.
Wichtig:
Das Pflücken in öffentlichen Grünanlagen und Wäldern ist nicht erlaubt oder nur mit Genehmigung gestattet.
Zum Verzehr eignen sich nur die hellgrünen,
weichen Triebspitzen von Tannen, Fichten, Kiefern oder Lärchen.
Eiben sind giftig! Die Baumart sollte vor dem Sammeln
zweifelsfrei bestimmt werden.
Tannenspitzen in der Küche
Die jungen Triebe schmecken leicht säuerlich und würzig.
Je später sie geerntet werden, desto intensiver ihr Aroma.
Sie lassen sich roh, eingelegt oder gekocht genießen.
1. Würziges Tannenöl
Frische Triebe in neutrales Speiseöl einlegen,
einige Wochen ziehen lassen und als Aromageber
für Salate oder Wildgerichte verwenden.
Nach etwa 6 – 8 Wochen kann das Öl durch ein Sieb gegossen
und abgefüllt werden. Zum Mischverhältnis: Einfach ein
Einmachglas ganz locker mit den Trieben füllen und bis
oben hin mit Öl auffüllen. Wichtig: Alle Triebe müssen
vollständig mit Öl bedeckt sein. Danach Glas verschließen
und gerne einmal die Woche schwenken.
Das Öl ist danach eigentlich mindestens 3 Monate etwa haltbar.
2. Gelee aus Tannenspitzen
Triebe mit Wasser und Zitrone aufkochen, eine Stunde ziehen lassen
und absieben. Anschließend mit Zucker und Gelierpulver
zu würzigem Gelee verarbeiten.
3. Tannenspitzen-Likör
Eine Handvoll junger Triebe mit Honig und Doppelkorn
in eine Flasche füllen. Nach drei Monaten Ziehzeit
abseihen und genießen.
RE: die Fichte
in Unser Wald > Bäume 04.12.2025 16:47von Uschi •
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Anwendungen von Tannenspitzen als Heilmittel
1. Tee aus frischen Trieben
Ein paar Tannenspitzen mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, optional mit Honig süßen.
2. Inhalation mit Tannenspitzensud
Die Zweige in Wasser 20 Minuten köcheln lassen und den Dampf inhalieren – ideal bei Erkältungen oder zur Stärkung der Nerven.
3. Hausgemachter Tannenspitzensirup
Wasser und Zucker aufkochen, abkühlen lassen.
Flüssigkeit über frische Tannenspitzen und Zitronenscheiben gießen.
Nach zwei Tagen abseihen – der Sirup hilft traditionell gegen Husten und Erkältungen.
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