Die Waldbühne Zußdorf stellt ihr neues Stück für 2026 vor.
Überraschungen sind garantiert.
Von:Herbert Guth
Die Waldbühne Zußdorf geht 2026 neue Wege – und beginnt ihr Stück dort,
wo sonst das Publikum sitzt: mitten auf der Zuschauertribüne.
Ein junger Mann drängt sich durch die Reihen, wird von einer
geheimnisvollen Gestalt auf die Bühne geholt –
und in diesem Moment verändert sich die Zeit.
Dass Zußdorf ein theaterverrücktes Volk ist, zeigte sich jetzt wieder,
als der Verein Waldbühne Zußdorf im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus Schalander vor rund 150 neugierigen Besuchern den Schleier lüftete,
der über den Plänen für das kommende Jahr lag. Das Vorstandstrio
Martin Knaus, Thomas Gebhardt und Birgit Russ warf einen Blick
zurück in die Anfangsjahre des Vereins mit bisher fünf
Theaterstücken auf der Freilichtbühne sowie weiteren
kulturellen Aktivitäten. Derzeit unterstützen rund
250 Mitglieder die Macher in ihrer Arbeit.
Vier Aufführungen mit kulinarischem Markt
An vier Abenden vom 6. bis 9. August 2026 erwacht das
romantische Gelände am Waldsportplatz wieder zu quirligem Leben.
Auf dem Gelände der ehemaligen Kiesgrube präsentieren
die Zußdorfer das Stück „Reigschmeckt“ von Autor und Regisseur
Thomas Beck. Auf der Tribüne ist Platz für 950 Besucher.
Umrahmt wird das Theatergeschehen wieder von dem vielfältigen
kulinarischen Markt.
Der Verein muss für dieses Event bis zu 130.000 Euro als
Budget einplanen. Neben den Eintrittsgeldern wird wieder
auf Spenden gesetzt. Außerdem könnten auch wieder, wie
in den Vorjahren, finanzielle Mittel durch erhoffte
Auszeichnungen in die Vereinskasse fließen.
„Reigschmeckt“ wird durch 60 bis 70 Schauspielerinnen
und Schauspielern mit Leben erfüllt. Bereits Anfang des
neuen Jahres beginnen die umfangreichen Probenarbeiten.
Regisseur Thomas Beck schätzt, dass bis zu 110 Einzelproben
anzusetzen sind. Beck ist es ein Anliegen, sein Theaterstück
als Spiegel der Wirklichkeit zu sehen, wie er bei der
Vorstellung der Inhalte betonte.
Darum geht es im neuen Stück
Die eigentliche Handlung setzt im Jahr 1980 ein.
Eine junge Mutter zieht mit ihren Kindern ins Dorf,
vermittelt vom Bürgermeister in eine kleine Wohnung am Waldrand.
Doch der Neuanfang ist schwierig: Die Frau ist allein mit der Erziehung,
fühlt sich im Ort fremd – und ihr Sohn fällt durch eine
ungewöhnlich große Nase auf. Die Waldbühne nimmt sich in
diesem Teil des Stücks viel Zeit für Atmosphäre,
Dorfcharakter und die Frage, wie Gemeinschaft entsteht – oder scheitert.
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