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Die größten Geschenke der Welt

in aus aller Welt 17.12.2015 17:21
von Uschi | 23.940 Beiträge

Kleine Präsente erhalten die Freundschaft. Wie muss das erst bei großen sein? Eine Stadt, eine Insel, eine riesige Statue: Diese Giga-Geschenke sollten Freude machen. Nicht immer gelang das.

Eine komplette Stadt als gewaltiges Weihnachtsgeschenk - das war einmalig. US-Präsident Abraham Lincoln strahlte vermutlich vor Freude, als General William Tecumseh Sherman am 25. Dezember 1864 telegrafierte: Die Stadt Savannah in Georgia gehöre jetzt ihm.

Die Geschenkidee kam dem General nicht selbst. Darauf gebracht hatte ihn Albert Gallatin Browne. Der Geschäftsmann aus Massachusetts arbeitete während des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861 bis 1865) für das US-Finanzministerium. Im Konflikt mit den Südstaaten war es Brownes Job, sämtliche von der konföderierten Armee zurückgelassene Güter zu beschlagnahmen und nach Norden zu schicken.

1864 hatte Nordstaaten-General Sherman nach einem mehrmonatigen Feldzug gegen Atlanta und einem anschließenden 400-Kilometer-Marsch quer durch Georgia am 22. Dezember 1864 das Zentrum der Hafenstadt Savannah erreicht. Zu seinem neuen Hauptquartier wählte er das stattliche Herrenhaus eines Baumwollhändlers.

"Ihnen als Weihnachtsgeschenk…"

Doch nur eine Stunde, nachdem der General sein schickes Domizil bezogen hatte, war Browne aufgetaucht und hatte sämtliche Gebäude samt Inhalt für die Staatskasse beansprucht. Sherman aber war der Meinung, er habe sich diese Dinge redlich verdient und hatte keine Lust, sie abzutreten. Schließlich war er damit einverstanden, Browne all das zu überlassen, wofür er selbst keine Verwendung hatte, darunter Tausende Ballen Baumwolle, schwere Waffen und Munition.

Im Gespräch, so berichtete Sherman später in seinen Memoiren, hatte Browne erwähnt, dass vor Weihnachten noch ein Schiff nach Norden gehe, und vorgeschlagen, dass der General Mr. Lincoln, dem Präsidenten, doch ein Weihnachtsgeschenk schicken könne. Dieser würde sich über eine Aufmerksamkeit sehr freuen.

Sherman setzte sich daraufhin und schrieb einen Zettel, welcher Savannah am Nachmittag des 22. Dezember 1864 per Schiff verließ. Die Notiz erreichte Fort Monroe in Virginia, von wo aus ihr Inhalt ins Kriegsministerium nach Washington telegrafiert und dort niedergeschrieben wurde. Am ersten Weihnachtstag erhielt der Präsident dieses Telegramm.hier weiter lesen

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