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#1

Die Dritte Welt ist auch bei uns, übelste Bedingungen für Erntehelfer, Lohn unter 3 Euro

in aus aller Welt 17.06.2014 11:55
von Atisha | 3.119 Beiträge

http://www.jungewelt.de/2014/06-17/027.php

Das glaube ich gerne, das die Erntehelfer angeblich 1500 Euro verdienen glaubt doch keiner, die lügen wie gedruckt. Und nen Mindestlohn wollen die Scheinheiligen nicht einführen - naja das sagt doch alles.

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#2

RE: Die Dritte Welt ist auch bei uns, übelste Bedingungen für Erntehelfer, Lohn unter 3 Euro

in aus aller Welt 17.06.2014 12:54
von Uschi | 23.911 Beiträge

@Atisha
bei diesen Meldungen gehe ich immer davon aus das dies nicht das normale ist
Die Zeitungen wollen verkauft werden und so stellt man einzelne Menschenunwürdige Zustände so groß in die Zeitung.
Ich meine jeder einzelne Mißstand sollte abgeschafft werden.

Doch auch bei uns in der Gegend gbt es viele Erntehelhelfer die kommen meist für 3 Monate solange geht es ohne Aufenthaltsgenehmgung ,dann kommt die Cousine

Die fahren auch öfter Heim mit Ihren Autos ( Polen )die vollgestopft sind mit billigeren Lebensmitteln.Da findet man Freitag Abend nichts mehr im Discounter. Wohnen Sie wollen keine wirkliche Wohnung weil sie das Geld das sie bekommen mit nach Hause nehmen wollen und nehmen lieber mit vielen Freunden ( Bekannten ) zusammen eine Wohnung.

Was dem Stundenlohn angeht der war bis jetzt nicht überall gerecht also unter den 8,50
vom hören sagen waren es hier in der Gegend 6- 7 Euro

das dies nun geändert wird das ist einenteils ok
aber dann werden wir die Käufer der Ware tiefer in die Taschen greifen müssen

Auch wenn die Zeitungsausträger mehr bekommen wird wohl die Zeitung auch viel teurer werden

So hat alles seine zwei Seiten


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#3

RE: Die Dritte Welt ist auch bei uns, übelste Bedingungen für Erntehelfer, Lohn unter 3 Euro

in aus aller Welt 17.06.2014 13:08
von Atisha | 3.119 Beiträge

Uschi, ich trinke gerade Baldriantee, nun beruhige ich mich etwas.

Ja das Grundübel liegt auch darin, dass die Arbeit den Lohn abwerfen muss, obwohl schlecht bezahlt oder die Preise niedrig sein sollen. Meistens sind die Einkaufspreise sau niedrig und die Händler hauen dann 500% drauf und mehr.

Ich bin dafür das die Entlohnung gerechter wird und abgekoppelt vom Arbeitgeber ist. Wie das auch immer laufen soll, aber man sollte mal in diese Richtung denken und hinarbeiten. Sonst wird es nie schön oder gerecht mit der Arbeiterei.
Oder die Billigarbeiter müssten ein Anrecht auf staatlichen Zusatzlohn haben, für je 6€ noch mal 6€ drauf. Also letztlich auch HartzIV für Erntehelfer.

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#4

RE: Die Dritte Welt ist auch bei uns, übelste Bedingungen für Erntehelfer, Lohn unter 3 Euro

in aus aller Welt 17.06.2014 13:23
von Uschi | 23.911 Beiträge

das solltest du dir nicht auf deine Kappe nehmen
so das du nervlich dich damit fertig machst
damit hilft du niemandem.Wenn du solche Nachrichten liest
dann muss es dir bewusst sein das dies immer Einzelfälle sind.

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Das Problem
ist das die Erntehelfer so gut wie keine Steuern zahlen
wer sollte dann für das Hartz 4 aufkommen ???

Und das ist nicht das einzige, Arztkosten , Krankenkasse , Rente , alles sollte ja bezahlt werden
doch von was ????
einenteils werden die Erntehelfer dringend gebraucht andererseits wo bleiben die Kosten ????

siehe hier

hier mehr

Zitat
Steuerliche Aspekte
Für Aushilfskräfte in der Land- und Forstwirtschaft gibt es eine Ausnahmeregelung für den Lohnsteuerabzug. Auf einen Stundenlohn von 4,50 bis 7 Euro kann pauschal fünf Prozent Lohnsteuer erhoben werden. Hierfür muss es sich beim Arbeitgeber aber unbedingt um einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb handeln. Weitere Bedingungen: Der Arbeitnehmer ist maximal 180 Tage pro Jahr für die Firma tätig, arbeitet dabei ausschließlich als Gärtner oder Erntehelfer und sein Stundenlohn übersteigt die Obergrenze von durchschnittlich 12 Euro nicht.

Aus dem Gesetzentwurf für das Jahressteuergesetz 2010 geht hervor, dass bereits ab dem Veranlagungsjahr 2009 Arbeitnehmer, die weniger als 10.200 Euro Arbeitslohn im Jahr beziehen, keine Steuererklärung abgeben müssen. Das Gros der gastarbeitenden Erntehelfer fällt unter diese Regelung und kann demnach ohne große bürokratische Hürden in Deutschland saisonal arbeiten.


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#5

RE: Die Dritte Welt ist auch bei uns, übelste Bedingungen für Erntehelfer, Lohn unter 3 Euro

in aus aller Welt 17.06.2014 13:27
von Uschi | 23.911 Beiträge

hier noch ein Beispiel

Gängige Praxis und für Winzer und Erntehelfer eine akzeptable Lösung ist laut der Oberfinanzdirektion Koblenz (OFD) die Pauschalierung der Steuer. Das bedeutet, vom Bruttoarbeitslohn, dazu gehören auch sämtliche Sachbezüge (insbesondere Unterkunft und Verpflegung), werden pauschal 5 % Lohnsteuer erhoben. Diese trägt der Winzer alleine und führt sie ans Finanzamt ab, so dass der Erntehelfer in der Regel davon gar nichts mit bekommt. Zu der Lohnsteuer wird noch Solidaritätszuschlag (pauschal 5,5 % der abgeführten Lohnsteuer) und ggf. Kirchensteuer (grundsätzlich 7 % der Lohnsteuer) erhoben. Einen Unterschied zwischen in- und ausländischen Aushilfskräften gibt es in diesem Fall übrigens nicht.


zuletzt bearbeitet 17.06.2014 13:28 | nach oben springen




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