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#1

11.November St. Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2013 09:37
von Uschi | 23.920 Beiträge

Heute Abend ist es wieder soweit
dann kommen die Kinder vom Dorf und aus der Nachbarschaft.
Sie treffen sich bei der Kirche wo bereits eine Abordnung vom Musikverrein wartet.
Dann kommt auch der St. Martin auf einen hohen Pferd und er führt dann die Kinder mit Ihren Eltern
in einer Prozzession in einen Umzug rund ums Dorf.Es ist wirklich super schön anzusehen wie die Kinder mit Ihren Laternen hinter dem Pferd auf dem St Martin vorran reitet zuzuschauen
Wieder an der Kirche angekommen wird das Spiel mit dem geteilten Mantel vorgeführt,
und abschließend bekommen die Kinder Lebkuchen geschenkt.

Der Martinstag am 11. November (in Altbayern und Österreich auch Martini) ist der Gedenktag des heiligen Martin von Tours. Er ist in Mitteleuropa von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter das Martinsgansessen, der Martinszug und das Martinssingen.

Die verschiedenen Bräuche wurzeln in zwei wohl zusammenhängenden Umständen. In der von Byzanz beeinflussten Christenheit lag der Martinstag zunächst am Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit ab dem 11. November, die vom Mittelalter bis in die Neuzeit hinein – in den orthodoxen Kirchen teilweise bis heute – vor Weihnachten begangen wurde. Am letzten Tag vor Beginn dieser Fastenzeit konnten die Menschen – analog zur Fastnacht – noch einmal schlemmen. So wird noch heute beim rheinischen Karneval die neue „Session“ am 11. November ausgerufen. Daneben war der Martinstag auch der traditionelle Tag des Zehnten. Die Steuern wurden früher in Naturalien bezahlt, auch in Gänsen, da die bevorstehende Winterzeit das Durchfüttern der Tiere nur in einer eingeschränkten Zahl möglich machte. An diesem Tag begannen und endeten auch Dienstverhältnisse, Pacht-, Zins- und Besoldungsfristen.[1] Landpachtverträge beziehen sich auch heute noch häufig auf „Martini“ als Anfangs- und Endtermin, da der Zeitpunkt dem Anfang und Ende der natürlichen Bewirtschaftungsperiode entspricht. Der Martinstag wurde deshalb auch Zinstag genannt. aus Wikipedia


Solltet Ihr Schreibfehler finden , könnt ihr sie gerne behalten !

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#2

RE: 11.November St. Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2013 17:15
von Rehmann | 1.898 Beiträge

Gleich neben mir wohnt ein Martin - der reicht mir - ist ein keiner Tell, aber nicht Wilhelm Tell - nein Trot-tel !!!
LG
H. Rehmann

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#3

RE: 11.November St. Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2013 17:24
von Uschi | 23.920 Beiträge

da hast du aber Pech
auch wir haben einen Martin
einer unserer Söhne aber der macht uns viel Spass.


Solltet Ihr Schreibfehler finden , könnt ihr sie gerne behalten !

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#4

RE: 11.November St. Martin

in Brauchtum und Feiertage 16.11.2013 09:09
von Uschi | 23.920 Beiträge

hier noch 2 Bilder von diesem Jahr
auf dem ersten sieht man noch den St. martin auf dem Pferd

Bild entfernt (keine Rechte)

Bild entfernt (keine Rechte)


Solltet Ihr Schreibfehler finden , könnt ihr sie gerne behalten !

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#5

RE: 11.November St. Martin

in Brauchtum und Feiertage 09.11.2014 15:50
von Uschi | 23.920 Beiträge

heute Abend ist es wieder soweit
gegen 18 Uhr wird heute der St. Martinsumzug statt finden

das ist dann die Stärkung danach


Schreibfehler sind lediglich specialeffects meiner Tastatur !

zuletzt bearbeitet 09.11.2014 15:50 | nach oben springen

#6

Klassische Martinsgans

in Brauchtum und Feiertage 09.11.2014 16:13
von Uschi | 23.920 Beiträge

.
.
.
Zutaten für 6 Personen:

1 Gans (küchenfertig ca. 5kg)
250 g Backpflaumen ( vorher einweichen )
500 g Äpfel
2 EL. Zucker
5 EL Brot (trockenes geriebenes Vollkornbrot )
2 cl Weinbrand oder Cognac
Zimt
4 EL Sahne
1 EL Mehl
3 EL Apfelmus
Salz und Pfeffer

Gans waschen und trocknen, von innen salzen.
Die eingeweichten Backpflaumen mit den geschälten, entkernten Äpfeln vermischen.
Mit Zucker, geriebenem Vollkornbrot, Zimt und Weinbrand abschmecken
und die Masse in die Gans füllen, danach zunähen.

Vor dem Braten in die Fettfangschale etwa 3 Tassen und geteilten Apfel geben.
Die gefüllte Gans auf einen Bratrost legen und alles in den vorgeheizten Ofen auf die unterste Schiene schieben.
Bei ca 200 Grad bis zu 3 Stunden langsam braten und gelegentlich
mit dem Bratensaft begießen. Nach der halben Bratzeit einige Male unterhalb der Keule in die Haut stechen, damit das Fett ausbraten kann.
Zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit die Gans mit kaltem Salzwasser bestreichen und bei 250 Grad knusprig braten.

Die in der Fettpfanne befindliche Tunke mit Wasser verlängern,. mit Sahne und Mehl binden und mit Apfelmus, Salz und Pfeffer abschmecken. 10 Minuten aufkochen lassen. Die Fäden bei der Gans entfernen und diese tranchieren.

Guten Hunger, und einen schönen Sant Martinstag fröhlich


Schreibfehler sind lediglich specialeffects meiner Tastatur !

zuletzt bearbeitet 09.11.2014 16:13 | nach oben springen

#7

RE: Klassische Martinsgans

in Brauchtum und Feiertage 09.11.2014 16:17
von Uschi | 23.920 Beiträge

hab noch ein Gedicht dazu gefunden

"Nun ist die Zeit der toten Gänse,
die man in solchen Mengen brät,
als habe man sie mit der Sense geköpft, zerlegt und abgemäht.

Zumeist geliefert aus dem Osten
mit Innereien, Hals und Haut.
Die lassen lieber wir was kosten,
als dass man uns das Auto klaut.

Wir, von den Alpen bis zur Küste,
sind froh, wenn sie im Ofen schmurgeln.
Viel lieber noch die zarten Brüste
als Flügel, Füße, Herz und Gurgeln.

Sankt Martin sei von uns gepriesen,
auf den man das Gemetzel schiebt,
denn gern vergessen wir die Miesen,
wenn man ein gutes Essen liebt.

Mit Rotkohl, Äpfeln und Maronen,
zuweilen gar mit Marzipan,
muss niemand seinen Magen schonen,
denn eine Gans ist ja kein Schwan.

Solange man den Flattermännern
nicht selbst den Hals verdrehen muss,
gilt eine Gans bei allen Kennern
als ausgemachter Hochgenuss.

so lasst uns denn den Vogel munden,
er glänzt im sanften Lichterschein,
und in beglückten Plauderstunden
gesellig froh zusammen sein."


Verfasser unbekannt


Schreibfehler sind lediglich specialeffects meiner Tastatur !
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#8

ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2015 21:48
von Uschi | 23.920 Beiträge

Ein armer alter Bettler

Ein armer alter Bettler
saß vor der Stadt am Tor.
Der Winterwind blies bitterkalt.
Der Bettler saß und fror.

Da kam ein junger Reiter
auf einem weißen Pferd,
der hatte einen warmen Mantel
und ein scharfes Schwert.

„Du junger stolzer Reiter
weißt nicht, wie die Kälte tut!
Du hast einen warmen Mantel,
der Mantel wärmt dich gut.“

Der Reiter sah den Bettler,
der frierend saß am Tor.
Da hielt er an sein weißes Pferd
und zog sein Schwert hervor.

„Du junger stolzer Reiter,
ach bitte, töt mich nicht!
Ich bin ja ein Bettler,
der aus dem Weg dir kriecht.“

Da sprach der junge Reiter
auf seinem Pferde weiß:
„Hab keine Angst, ich tu dir nichts,
so wahr ich Martin heiß.

Du sollst nicht Kälte leiden,
du bist mein Bruder wert.
Ich will meinen Mantel zerschneiden
mit meinem scharfen Schwert.“

Er hat den Mantel zerschnitten,
er gab dem Bettler ein’ Teil.
Dann ist er fortgeritten,
im Schnee mit Windeseil.

Der Bettler kroch in sein Mantelstück
wie in ein warmes Haus,
der junge Reiter Martin
ritt in die Kälte hinaus.

Er ritt, erzählt man, zum Kaiser
und gab ihm das Schwert zurück.
„Ich will nicht mehr kämpfen und siegen,
ich will nicht mehr töten und kriegen.

Ich will ein Hirte werden,
für all meine armen Brüder auf Erden."

Verfasser Unbekannt


zuletzt bearbeitet 10.11.2015 21:50 | nach oben springen

#9

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2015 21:53
von Uschi | 23.920 Beiträge

Wärst Du eine Martinigans …
Bild entfernt (keine Rechte)
Autorin: Sieglinde Seiler

Wärst Du auf Erden eine Martinigans,
ginge es Dir jetzt langsam ans Leben.
Es würde dann kein lautes Schnattern
und keine schönen Tage mehr geben.

Wärst Du eine lebendige Martinigans,
ginge es Dir sehr bald an den Kragen.
Du könntest zischen wie Du nur willst,
es würden Dir helfen keinerlei Klagen.

Oft geht es uns wie einer Martinigans
und wir müssen den Kopf einziehen,
wollen wir nicht zum Kampf antreten
oder lieber das Weite suchen, fliehen.

Zum Glück sind wir keine Martinigans
und können uns sofort verbal wehren,
Grenzen aufzeigen, auf uns schauen
und so unser wertvolles Leben ehren.

© 04.11.2013 Sieglinde Seiler


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#10

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 11.11.2016 06:39
von Uschi | 23.920 Beiträge

heute ist wieder St Martin
Brauchtum ist spitze


zuletzt bearbeitet 11.11.2016 11:19 | nach oben springen

#11

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 22.11.2016 20:52
von Gerbera | 4.128 Beiträge

An St: Martin kommen Kindergartenkinder mit ihrer Laterne und singen mit dem Posaunenchor.
Nachher gibt es Punsch, Brezel und Wurst mit Wecken zu kaufen


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#12

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 23.11.2016 10:50
von Uschi | 23.920 Beiträge

früher als unsere Kinder noch klein waren
ab es für jedes Kind ein großen Lebkuchen geschenkt ( Kirche)und das war toll
das man heute Würste und dergleichen verkauft das finde ich nicht richtig

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#13

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2017 10:50
von Uschi | 23.920 Beiträge

Morgen ist wieder Sankt Martin
und am Sonntag ist wie in jedem Jahr bei uns in der Gemeinde der Umzug
heute habe ich euch mal den Umzug aus Freising bei München mitgebracht



zuletzt bearbeitet 10.11.2017 10:51 | nach oben springen

#14

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2017 10:53
von Uschi | 23.920 Beiträge

hier noch im Bild eine Anleitung für eine Laterne



Bild entfernt (keine Rechte)

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#15

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2017 13:33
von Mai | 759 Beiträge

Hier ein Gedicht aus meiner eigenen Schreibwerkstatt zu diesem Thema:

Im Kindergarten bastelte ich meine erste eigene
Laterne und ging damit voll Stolz
mit meiner Kindergartengruppe und natürlich mit der
Tante im Laternenumzug ganz unbefangen.
Die Lichter der vielen bunten Laternen
nahmen uns alle gefangen.
Wo wir uns sonst eher laut und übermütig benahmen.
Unsere Laternen leuchteten im Dunkeln.
Sie boten ein einziges Lichtermeer,
wie am Himmel die Sterne.
Ich erinnere mich immer wieder gerne
daran.
Als dann am Platz vor der Kirche
der Reiter hoch zu Ross zu dem armen Bettler kam.
Seinen Umhang mit dem Schwert
in zwei Teilen teilte und einen davon
dem armen Manne übergab.
Gebannt verfolgten wir dieser Darstellung.
Niemand von uns
hätte auch nur zu flüstern gewagt.
Als wir unsere Lieder in der Kirche sangen,
immer noch stolz die erste gebastelte Laterne
in der Hand,
die voll besetzt war an diesem Abend
bis zur letzten Bank.
Ja. Sogar dicht gedrängt standen viele Menschen
im Kirchgang,
während wir unsere Lieder vor trugen
für diese Menschen all.
Diese große Menschenmenge total
besonnen und still war.
Vielleicht erinnere ich mich deswegen so gerne daran.
Da war ein Miteinander spürbar.
Hautnah
von allen Seiten
dicht gedrängt.
Kein Mensch füllte sich jedoch gestresst,
oder eingeengt.
Mag sein,
dass gerade das der Grund sein mag,
das aus der Zeit der Kindergartenzeit
dieser mir bescherte einen unvergesslichen Tag.

(c) by Mai

Leider sieht man bei uns kaum noch Kinder mit der Laterne. Wir haben zwar einen Kindergarten in der Siedlung, aber der ist seit zwei Jahren kulturell gemischt und deswegen gibt es diesen Laternenumzug nicht mehr. Zumindest gehen sie nicht mehr durch unsere Siedlung. Ich vermisse das, denn sie waren so lieb mit ihren selbst gebastelten Laternen und ihren roten Bäckchen im Gesicht.

für die Bilder.

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#16

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 10.11.2017 13:48
von arawal | 2.535 Beiträge

liebe mai
für die kindergartenzeilen gedicht
und bei uns macht jeder kindergarten seinen eignen umzug
ich würde es schöner finden anstatt hallowen martinsuzug zu machen für die Allgemeinheit
waltraud

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#17

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 11.11.2017 15:13
von Silvan | 1.187 Beiträge

Es lebe Sankt Martin!

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#18

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 11.11.2017 19:47
von Gert | 872 Beiträge

Bei uns war ein schöner Martinsumzug, mit Kindergarten und Bläsern und einem Martinsspiel in der Kirche. Das, obwohl in diesem Kindergarten auch Flüchtlingskinder sind. Aber die Muttis kommen ja auch zur Krabbelgruppe der Kirchgemeinde.
Gert


Furcht ist nicht in der Liebe
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#19

RE: ST: Martin

in Brauchtum und Feiertage 12.11.2017 18:49
von Mai | 759 Beiträge

Ich denke, den Flüchtlingskinder macht das genau so Spaß und das Thema "Teilen", wie man es am Beispiel vom Hl. Martin den Kindern sinnbildlich vorzeigt, kann keinem Kind und auch keinem Erwachsenen schaden.
Wenn den Erwachsenen bzw. den Eltern der Flüchtlingskinder das bewusst wäre, dann wäre der Laternen-Umzug kein Problem, aber leider können nicht alle Eltern den eigentlichen Sinn darin erkennen.

@Gert
Ich finde es toll, dass es bei Euch so funktioniert.

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