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#1

Funkenringwürfeln

in Brauchtum und Feiertage 17.02.2018 07:26
von Uschi | 25.975 Beiträge

Der Funkensonntag ist der erste Sonntag nach Fastnacht.
Früher, als es den Aschermittwoch noch nicht gab,
dauerte Fasnet, Fasching und Karneval bis eben zu diesem Funkensonntag.
Im Jahr 1091, so weiß der heimatkundige Pfarrer Dr. Otto Beck,
hat man den Aschermittwoch eingeführt.
Schlicht deshalb, weil zwischen Funkensonntag und Ostern die von der Kirche vorgegebenen 40 Fastentage nicht einzuhalten waren (Sonntage zählen nicht mit).
Fastnacht heißt ja die Nacht vor dem Fasten,
so wie Carnevale "Fleisch lebe wohl" bedeutet.
Der Funkensonntag hat sich allerdings gehalten.


Funkenringwürfeln

Drei Würfel sind im Becher. Wer die meisten oder wenigsten Punkte würfelt,
je nachdem, was ausgemacht ist, bekommt einen Strich,
der später bezahlt werden muss.
Ebenfalls in Höhe einer Absprache.
Ein Pasch, also drei Zahlen, kostet extra.
Vom Gesamtertrag werden die Funkenringe finanziert.

Man würfelt reihum mit drei Würfeln im Becher.
Wenn eine Sechs geworfen wird, bekommt diese der linke Sitznachbar zugeschrieben
und es wird pro Sechs ein Strich gemacht.
Jeder Strich (also jede Sechs) zählt 10 Cent.
Es wird dann so lange gewürfelt bis insgesamt der Betrag eines Funkenrings zusammengekommen ist.
Z.B. ein Funkenring kostet 2,50 Euro, dann würfelt man so lange,
bis man insgesamt 25 Striche zusammen hat.
Derjenige mit den meisten Strichen muss dann demjenigen
mit den wenigstens Strichen den Funkenring zahlen =)

wir haben immer gleich nach der Würfelrunde die 10 Cent bezahlt
in eine Kasse die auf dem Tisch steht. so spart man die Abrechnung
und wenn genug Geld da iat bekommt der Sieger seinen Ring.

Das war immer sehr lustug
die ganze Wirtschaft war mt Leuten voll die alle gewürfelt haben
na ja und anschließend wurde dann noch etwas gegessen
und die Funkenringe kamen mit nach Hause und waren für den Frühstückstisch

eine etwas andere Art vom Funkenring

An Stelle der Funkenküchlein, welche die Mädchen dem Liebhaber backen,
tritt an manchen Orten der Funkenring.
Es ist das ein mehr oder weniger umfangreiches Gebäck aus bestem Teig,
eine Art Kranz von ringförmiger Gestalt.
Zu dem Teig nimmt man das beste Mehl, dann Milch und Butter und gestaltet daraus einen Ring,
der im Schmalz gebacken wird.
Dann wendet man den Ring in ganz dünnem Teig aus Eiern,
bringt ihn wieder in die Pfanne, und das wiederholt man so lange,
bis der Funkenring die gewünschte Größe hat.
Diesen Funkenring erhält dann gewöhnlich am Funkensonntag der Liebste."

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#2

RE: Funkenringwürfeln

in Brauchtum und Feiertage 17.02.2018 17:07
von Gerbera | 4.784 Beiträge

Das hab ich so noch nie gehört, ist interessant. Wird das heute noch oft gemacht?


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#3

RE: Funkenringwürfeln

in Brauchtum und Feiertage 17.02.2018 17:17
von Uschi | 25.975 Beiträge

@Gerbera
ja das ist immer noch sehr hoch
aber ich kann ja nicht mehr > aber die Erinnerungen sind super
hier in fast jeder Wirtschaft wird der Funkenring ausgewürfelt

ich habe heute auch Funkenringe gemacht
waren sehr lecker


zuletzt bearbeitet 17.02.2018 17:20 | nach oben springen

#4

RE: Funkenringwürfeln

in Brauchtum und Feiertage 17.02.2018 18:02
von Gerbera | 4.784 Beiträge

@Uschi, dass hätte ich auch gerne gegessen


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