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#1

Schutz vor Schweinepest

in Tiere 20.12.2017 06:38
von Uschi | 25.588 Beiträge

Die afrikanische Schweinepest ist ein Virus, das bei Haus- und Wildschweinen meist tödlich verläuft. Ursprünglich kam sie – daher der Name – nur in Afrika vor. Doch dann wurden 2007 zum ersten Mal Fälle auf dem Europäischen Kontinent festgestellt, zunächst in Georgien, dann auch in anderen osteuropäischen Staaten. Nun sind auch Tiere in Polen und Tschechien erkrankt. Und damit wächst das Risiko für Schweine in Deutschland.

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Hohes Fieber, Apathie, die Haut blau verfärbt, Husten und Blutungen aus der Nase: Wenn ein Bauer an seinem Schwein solche Symptome beobachtet, sollte er schleunigst das Veterinäramt informieren. Denn es könnte sein, dass das Tier unter der Afrikanischen Schweinepest leidet.

Die Krankheit ist der klassischen Schweinepest sehr ähnlich. Es gebe aber einen entscheidenden Unterschied, erklärt Elke Reinking, Sprecherin des Friedrich-Löffler-Instituts: "Das sind zwei verschiedene Erreger. Die klassische Schweinepest wird durch ein Virus ausgelöst, gegen den man auch einen Impfstoff entwickeln konnte. Und das Virus der afrikanischen Schweinepest ist ein ganz anderes, dass sich bisher jeder erfolgreichen Impfstoffentwicklung entzieht."
Haus und Wildschweine sterben in kurzer Zeit

Deswegen ist die afrikanische Variante besonders gefährlich – zwar nicht für die Warzenschweine dort, denn bei denen bricht die Krankheit nicht aus. Wohl aber für Haus- und Wildschweine. Die sterben meistens innerhalb weniger Tage.

Für den Menschen und andere Tiere sei die Afrikanische Schweinepest indes nicht ansteckend, sagt Elke Reinking. "Man kann aber Vektor sein, also Überträger, dadurch dass man zum Beispiel rohe Wildschweinprodukte aus betroffenen Gebieten mit sich führt, dass man ein belegtes Brot dabei hat mit Salami. Und da drin, in den Rohprodukten, hält sich der Krankheitserreger sehr gut. Und wenn es einem nach einem Tag doch nicht mehr schmeckt und man entsorgt es aus dem Autofenster und ein Wildschwein nimmt das auf, kann das schon reichen, um eine Infektion in Gang zu bringen." hier mehr

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zuletzt bearbeitet 10.02.2018 08:52 | nach oben springen

#2

RE: Afrikanische Schweinepest bedrohlich nahe

in Tiere 05.02.2018 10:11
von Boardbote | 3.074 Beiträge

Neue Schweinepest-Fälle bei polnischen Wildschweinen

Die Zahl der bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) ist Ende Januar in Polen sprunghaft angestiegen. Nach Angaben der amtlichen Veterinärinspektion wurden allein im Zeitraum 22. bis 28. Januar 104 neue Ausbrüche bei Wildschweinen verzeichnet.



Seit Jahresbeginn sind damit 318 Fälle der Schweinpest bei Schwarzwild nachgewiesen worden; die Gesamtzahl seit Beginn des ASP-Ausbruchs in Polen hat sich somit auf 1222 erhöht.

Die meisten aktuellen Befunde wurden laut Behördenangaben in der Wojewodschaft Lublin im Südosten Polens bestätigt. Im Berichtszeitraum kam es hier zu 53 neuen Seuchenausbrüchen bei Wildschweinen. Mehr als 30 neue Fälle seien auch in der benachbarten Wojewodschaft Masowien gemeldet worden.

Neben weiteren Funden in Teilen der Region Warschau und Podlachien sind die Behörden insbesondere wegen eines Einzelfalls in der Gemeinde Orzysz der Wojewodschaft Ermland-Masuren besorgt, da der Virus in dieser Gegend zum ersten Mal nachgewiesen wurde. Da der nächstgelegene Fall mehr als 30 km entfernt aufgetreten war, geht die amtliche Veterinärinspektion davon aus, dass sich die Afrikanische Schweinepest auch geografisch weiter ausbreitet.

AgE

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#3

Schutz vor Schweinepest

in Tiere 10.02.2018 08:52
von Uschi | 25.588 Beiträge

Schutz vor Schweinepest

Um ein Einschleppen der Schweinepest zu verhindern, will der Agrarminister in diesem Jahr bis zu 100.000 Wildschweine schießen lassen. Zugelassen sind nun auch Fallen und Nachtsichtgeräte.

"Damit wäre ich zufrieden", sagte Agrarminister Peter Hauk am Freitag bei der Präsentation eines 12-Punkte-Plans gegen ein Ausbreiten der für Menschen ungefährlichen Krankheit. In den vergangenen Jahren wurden nach Angaben des Ministeriums stets 50.000 bis 70.000 Tiere geschossen.

Ein Einschleppen der Schweinepest aus Osteuropa könne dramatische, wirtschaftliche Folgen für Schweinebetriebe im Land haben, hieß es. Um mehr Wildschweine erlegen zu können, dürfen die Jäger in diesem Jahr auch im März und April jagen, Fallen aufstellen und Nachtsichtgeräte einsetzen.

Das Land startet eine Infokampagne und will die Jäger auch bei der Vermarktung des Fleisches unterstützen. Das grün-schwarze Kabinett hat Hauks Paket bereits gebilligt. Drei Millionen Euro zusätzliche Mittel stehen für 2018 bereit.

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