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#1

Das ändert sich 2018 bei Rente, Bargeld und Hartz IV > AUTO

in § Gesetze 28.11.2017 08:31
von Boardbote | 3.074 Beiträge

Das ändert sich 2018 bei Rente, Bargeld und Hartz IV



Die Renten sollen steigen, der Beitrag zur Rentenversicherung sinken. Das sind zwei von zahlreichen Neuerungen, die 2018 kommen werden. FOCUS Online stellt die wichtigsten vor.

Das Jahr 2018 bringt einige Änderungen für Verbraucher mit sich. Was sich ab dem 1. Januar 2018 ändert:

1. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sollen ab dem 1. Januar von derzeit 18,7 Prozent auf 18,6 Prozent sinken. Die Deutsche Rentenversicherung erwartet, dass die Beiträge „bei unveränderten rechtlichen Rahmenbedingungen“ erst im Jahr 2023 wieder auf 18,7 Prozent erhöht werden.

2. Der monatliche Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger steigt zum 1. Januar 2018 von derzeit 409 Euro auf 416 Euro, der Betrag für Paare erhöht sich von 368 Euro auf 374 Euro pro Partner.

3. Der 500-Euro-Schein wird nicht mehr gedruckt und soll ab Ende des Jahres 2018 nicht mehr ausgegeben werden.

Weitere Änderungen treten im Lauf des Jahres in Kraft. So können sich Rentner auf ein sattes Plus freuen – allerdings erst im Juli. Wie hoch die Anpassung ausfallen wird, steht noch nicht fest. Experten rechnen mit drei Prozent.

Und auch eine Änderung beim Arbeitslosengeld steht an. Die Bundesagentur für Arbeit will die Bezüge künftig an der Supermarktkasse auszahlen. Ein Starttermin steht aber noch nicht fest.


zuletzt bearbeitet 30.12.2017 03:09 | nach oben springen

#2

RE: Das ändert sich 2018 bei Rente, Bargeld und Hartz IV

in § Gesetze 30.12.2017 03:04
von Boardbote | 3.074 Beiträge

Familien: Das Kindergeld steigt um zwei Euro im Monat. Die ersten beiden Kinder fördert der Staat mit je 194 Euro, das dritte mit 200 Euro, jedes weitere mit 225 Euro. Familienfreundlich ist auch eine Neuregelung zum Mutterschutz. Schülerinnen und Studentinnen können sich sechs Wochen vor der Geburt von ihren Verpflichtungen befreien lassen. Der Zeitraum erstreckt sich auch auf die ersten acht Wochen nach der Entbindung. Ist das Kind behindert, verlängert sich die Spanne auf zwölf Wochen. Der Unterhaltsanspruch für Kinder mit getrennten Eltern steigt einkommensabhängig um bis zu zwölf Euro.

Arbeitnehmer: Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung vermindert sich pro 1000 Euro Bruttolohn um 50 Cent im Monat. Auch bei den Zusatzbeiträgen der Krankenkassen macht sich die gute Arbeitsmarktlage bemerkbar. Im Durchschnitt wird die Extrazahlung ebenfalls um 50 Cent pro 1000 Euro monatlich sinken. Das hängt jedoch von der finanziellen Lage der jeweiligen Kasse ab. Wie in jedem Jahr erhöhen sich auch 2018 die Bemessungsgrenzen zur Sozialversicherung. Rentenbeiträge müssen bis zu einem Entgelt von 6500 Euro im Westen und 5800 Euro im Osten im Monat bezahlt werden. Die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der die Abgaben der Krankenversicherung steigen, erhöht sich einheitlich auf 4425 Euro. Die Versicherungspflicht in der Kranken- und Pflegeversicherung endet bei einem Einkommen von 4950 Euro monatlich. Arbeitnehmer, die einen Riester-Sparvertrag abgeschlossen haben, erhalten ab dem kommenden Jahr eine höhere Förderung. Die Grundzulage steigt von 154 Euro auf 175 Euro.

Rentner: Ruheständler können auf eine kräftige Anhebung ihrer Rente zum 1. Juli 2018 hoffen. Vorläufige Berechnungen gehen von einem Plus von etwa drei Prozent aus. Den genauen Zuschlag beschließt die neue Bundesregierung aber erst im Frühjahr.

Langzeitarbeitslose: Der Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger steigt um sieben Euro auf 416 Euro. Paare bekommen sechs Euro mehr monatlich, Kinder je nach Alter bis zu fünf Euro.

Verbraucher: Das Bezahlen mit einer Kreditkarte wird günstiger. Händler oder Hotels dürfen dafür keine Extragebühr mehr verlangen. Diese EU-weite Regelung tritt am 13. Januar in Kraft. Zusatzgebühren sind dann auch bei Überweisungen oder Lastschriften verboten. Außerdem haften die Inhaber von Kreditkarten künftig nur noch mit maximal 50 Euro, wenn die Karte verloren geht und noch nicht gesperrt wurde und kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit seitens des Besitzers vorliegt. Momentan sind es 150 Euro.

Für Urlauber ändern sich am 1. Juli einige Gesetze. Positiv: Online-Portale oder Reisebüros, bei denen mehrere Einzelleistungen gebucht werden, müssen wie Pauschalreiseveranstalter eine Insolvenzversicherung vorlegen. Schlechter fahren Reisende, weil Veranstalter die Preise nach der Buchung noch bis 30 Tage vor dem Start anheben dürfen. Vom Vertrag zurücktreten dürfen die Kunden nur, wenn der Zuschlag acht Prozent oder mehr beträgt.

Gute Nachrichten für Abonnenten von Streaming-Diensten wie Netflix: Die Dienste können künftig auch bei zeitweiligen Auslandsaufenthalten ohne Zusatzgebühr genutzt werden.

Zehntausende Bürger wurden 2017 Opfer einer Telefon-Abzocke. Die Ping-Anrufe kommen aus fernen Ländern mit leicht verwechselbarer Vorwahlnummer und verleiten zu einem kostspieligen Rückruf. Ab dem 15. Januar müssen die Abzocker eine kostenlose Preisansage schalten.

Steuerzahler: Der Grundfreibetrag erhöht sich. Bis zu 9000 Euro Jahreseinkommen bleiben steuerfrei, bei Paaren die doppelte Summe. Auch der Kinderfreibetrag wird angehoben, um 72 Euro auf 7428 Euro. Die Steuererklärung wird erleichtert: Belege müssen die Steuerzahler nicht mehr mit einreichen, sondern nur noch auf Verlangen des Finanzamts vorweisen. Für das Veranlagungsjahr 2018 werden zudem neue Fristen für die Abgabe der Einkommensteuererklärung eingeführt. Die Unterlagen müssen erste Ende Juli eines Jahres beim Finanzamt eingegangen sein.

Kleinunternehmer müssen künftig eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung abgeben. Großzügiger werden die Abschreibungen von kleineren Anschaffungen gehandhabt. Bis zu einem Kaufpreis von 800 Euro lassen sich die Geringwertigen Wirtschaftsgüter auf einen Schlag abgesetzen. Händlern oder Gastronomen könnten die Finanzbeamten unerwartet einen Besuch abstatten und in die Kasse schauen.

Autofahrer: Ab 1. September gibt es ein neues Abgasprüfverfahren. Kommt dabei heraus, dass das Fahrzeug mehr Schadstoffe emittiert als bislang gemessen, könnte es bei der Kfz-Steuer teurer werden.

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#3

RE: Das ändert sich 2018 bei Rente, Bargeld und Hartz IV

in § Gesetze 30.12.2017 03:06
von Boardbote | 3.074 Beiträge

Das Jahr 2018 bringt für Autofahrer einige Änderungen,

unter anderem bei der Abgasuntersuchung und den Winterreifen. Radler können dann auch im ICE ihr Zweirad mitnehmen und müssen sich bei der Beleuchtung auf Neuerungen einstellen.

Der schlechten Luft geht es gleich zu Jahresbeginn an den Kragen. Denn einige Neuerungen für Autofahrer betreffen die Abgase. Ab dem 1. Januar 2018 reicht es bei der Abgasuntersuchung (AU) nicht mehr, sich allein auf die Onboard-Diagnose zu verlassen. Dann ist die sogenannte Endrohrmessung Pflicht. „Bislang war es so, dass auf die Endrohrmessung verzichtet werden konnte, wenn beim Auslesen der Onboard-Diagnose kein Fehler festgestellt wurde“, erläutert Anja Smetanin vom Auto Club Europa (ACE). „Durch die Endrohrmessung kann jetzt sicher erkannt werden, wenn die Abgasreinigung nicht mehr einwandfrei funktioniert.“ Eine Neuerung, die nicht zuletzt auch im Zuge der „Dieselgate“-Affäre von Volkswagen schneller den Weg in die Gesetzesbücher gefunden habe.

Ab dem 1. September wird zudem die Kfz-Steuer nach den im WLTP-Zyklus ermittelten Werten berechnet. „Das WLTP-Verfahren soll realitätsnähere Werte liefern als der bisherige NEFZ-Zyklus“, sagt Tobias Goldkamp, Fachanwalt für Verkehrsrecht. Denn während der bisher verwendete Neue Europäische Fahrzyklus (NEFZ) nur einen 20-minütigen Test mit niedrigen Geschwindigkeiten vorsah, werden bei dem WLTP-Verfahren 30 Minuten lang vier verschiedene Geschwindigkeitsprofile getestet. „Für viele Neuwagen wird die Kfz-Steuer dadurch steigen.“

Schärfere Grenzwerte

Bei den Schadstoffklassen müssen ab 1. September alle Neufahrzeuge die Schadstoffklasse 6c erfüllen. Um die zu erreichen, müssen die Hersteller aufrüsten: „Denn den Rußpartikelgrenzwert werden viele der neuen Benziner mit Direkteinspritzung wohl nur mit einem Partikelfilter schaffen“, schätzt Smetanin. Es gilt zudem ein NOx-Grenzwert (Stickoxide) auf dem Prüfstand im WLTP-Zyklus von 60 mg pro Kilometer. Wird bereits nach dem ab 1. September 2019 geltenden RDE-Verfahren (Real Drive Emission) gemessen, also im Realverkehr, liegt der Grenzwert bei 126 mg.

Eine neue Kennzeichnung wird 2018 für Winter- und Ganzjahresreifen verpflichtend. „Diese Reifentypen müssen zukünftig mit dem neuen Alpine-Symbol gekennzeichnet sein, einer Schneeflocke vor einem Berg“, erläutert Goldkamp. Bisher ist es auch ausreichend, wenn entsprechende Reifen mit den Buchstaben M+S beschriftet sind. Es gibt allerdings eine Übergangsfrist bis zum 30. September 2024. Bis dahin dürfen alte Reifen weiter genutzt werden, solange sie intakt sind und ausreichend Profil haben. Wer neue, nach dem Jahreswechsel hergestellte Reifen ohne die neue Kennzeichnung kauft und bei winterlichen Bedingungen damit fährt, muss mit Bußgeldern rechnen.

eCall-System für alle Neuwagen

Vorgeschrieben ist bei allen Neuwagen ab dem 1. April 2018 der Einbau eines eCall-Systems. Das elektronische Notrufsystem besteht aus einem GPS-Empfänger für die Standortdaten und einer Mobilfunkeinheit. „Bei einem Unfall übermittelt das System automatisch die Standortdaten an die Rettungsleitstelle, wodurch die Einsatzkräfte schnell an den Unfallort gelangen“, sagt Smetanin. Bei einem heftigen Aufprall wird der Notruf automatisch ausgelöst. Er kann aber auch manuell durch einen Knopfdruck abgesetzt werden. Gleichzeitig wird eine Sprachverbindung zur Rettungsleitstelle aufgebaut.

Die Bahn hat das Fahrradjahr 2018 bereits mit dem Winterfahrplan im Dezember eingeläutet. Denn mit der Einführung der ICE-4-Züge gibt es erstmals auch Fahrradstellplätze in einem ICE. „Das ist ein Novum, denn bisher war die Mitnahme normaler Fahrräder im Fernverkehr nur in Intercity-Zügen möglich“, sagt David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad. „Wollte man ein Fahrrad im ICE mitnehmen, brauchte man ein Faltrad, das übrigens kostenlos mitfährt.“ Mit acht Fahrradplätzen pro Zug sei das Angebot zwar noch recht überschaubar, aber immerhin ein Anfang.

Strengere Regeln gelten ab 2018 für neu gekaufte Fahrradanhänger, die breiter als 60 Zentimeter sind. „Sie benötigen künftig zwei weiße Reflektoren an der Vorderseite und zwei rote Reflektoren der Kategorie ,Z’ an der Rückseite“, sagt der Radexperte. Vorgeschrieben ist auch eine rote Rückleuchte, wenn der Anhänger die Hälfte des Fahrradrücklichts verdeckt. „Das trifft im Grunde auf alle Kinderanhänger zu.“ Ist der Anhänger breiter als einen Meter, muss zusätzlich auch an der vorderen linken Ecke eine Frontleuchte installiert werden.


zuletzt bearbeitet 30.12.2017 03:08 | nach oben springen



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