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Welche Änderungen gab es zum 1. 7. 2017 bei den Hinterbliebenenrenten?

in § Gesetze 02.08.2017 16:41
von Uschi | 24.238 Beiträge

Welche Änderungen gab es zum 1. 7. 2017 bei den Hinterbliebenenrenten?

Zum 1.7.2017 wurden die gesetzlichen Renten im Westen um 1,9 Prozent und im Osten um 3,59 Prozent angehoben. Entsprechend stiegen auch die Hinterbliebenenrenten. Wichtig für erwerbstätige jüngere Hinterbliebene, die selbst noch keine Altersrente erhalten: Sie dürfen nun bis zu 1.365 Euro (genau: 1.365,32 Euro) brutto pro Monat verdienen, ohne dass ihre Hinterbliebenenrente um einen Cent gekürzt wird.
Wie funktioniert die Anrechnung von Arbeitseinkommen auf die Hinterbliebenenrente?

Generell wird Einkommen von Hinterbliebenenrentnern nur zum Teil auf die Witwen- bzw. Witwerrente angerechnet. Der Freibetrag für anrechenbares Einkommen ist dabei an die Rentenentwicklung gekoppelt. Er beträgt bei der sogenannten Großen Hinterbliebenenrente für Witwen und Witwer, die mindestens 45 Jahre alt sind, das 26,4-Fache des aktuellen Rentenwerts. Der Freibetrag hat sich damit ab Juli 2017 parallel zum aktuellen Rentenwert im Westen von 803,88 Euro auf 819.19 Euro (26,4 x 31,03) und im Osten von 756,62 Euro auf 783,82 (26,4 x 29,69) erhöht. Nettoeinkünfte, die über diese Beträge hinausgehen, werden zu 40 Prozent auf die Hinterbliebenenrente angerechnet. Ob dabei Ost- oder West-Werte zugrunde gelegt werden, hängt vom Wohnsitz der Witwen oder Witwer ab.
Wieso ist dann ein Bruttolohn von bis zu ca. 1.365 Euro anrechnungsfrei?

Die oben genannten Freibeträge beziehen sich auf Netto-Einkünfte. Für deren Ermittlung hat die Deutsche Rentenversicherung (DRV) ihre eigenen Regeln. Es zählt nicht, was die Betroffenen tatsächlich monatlich netto erhalten, sondern das um - je nach Einkommensart - feste pauschale Prozentsätze reduzierte Bruttoeinkommen. Durch den pauschalen Abzug soll die Belastung durch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abgebildet werden.

Bei Hinterbliebenen mit Einkünften aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung wird dabei - soweit sie selbst noch keine Altersrente beziehen - ein pauschaler Abzug von 40 Prozent vorgenommen. Für Hinterbliebenenrentner (ohne eigene Altersrente) mit Einkünften aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung liegt die kritische Einkommensgrenze seit Juli 2017 damit bei brutto 1.365,32 Euro (alte Länder) bzw. 1.306,37 Euro (neue Länder).

Wer will, kann die Probe machen: 40 Prozent von 1365,32 Euro sind 546,13 Euro. Zieht man diesen Betrag von 1.365,32 Euro ab, so ergibt sich ein Nettoeinkommen in Höhe von 819,19 Euro. Das ist genau der für Hinterbliebenenrentner in den alten Bundesländern geltende monatliche Freibetrag. Monatliche Bruttoeinkünfte aus abhängiger Beschäftigung sind damit bis zur Höhe von 1365,32 Euro anrechnungsfrei. Was darüber hinausgeht, wird zu 40 Prozent auf die Hinterbliebenenrente angerechnet.hier mehr dazu


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