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Der 6. Januar ist Epiphaniastag,

in heilige 3 Könige 06.01.2017 07:59
von Uschi | 25.059 Beiträge

Der 6. Januar ist Epiphaniastag,

Zitat
"Heilig drei König"

Im kirchlichen Kalender ging es am 6. Januar allerdings ursprünglich gar nicht um die Könige aus dem Morgenland. Der 6. Januar ist Epiphaniastag, der Tag der "Erscheinung des Herrn". Die Christen feiern an diesem Tag den Aufgang des Lichtes, das keinen Untergang kennt, den Einzug des Gottkönigs in die Welt.

Von weisen Männern oder Magiern, die dem Kind im Stall von Bethlehem ihre Verehrung erwiesen haben, weiß nur der Evangelist Matthäus.

Sie bringen dem neugeborenen Kind Gold, Weihrauch und Myrrhe. Die spätere Tradition erst hat die Geschichte ausgeschmückt und die Sterndeuter zu morgenländischen Königen befördert. Im frühen Mittelalter wurde der 6. Januar dann zum Gedenktag für die "Heiligen Drei Könige". Sie erhielten die Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Caspar wird dabei häufig als Schwarzer dargestellt. Ein Stern zeigt ihnen den Weg: Immer der Nase nach Richtung Westen, Tausende Kilometer durch die Wüste - bis zu einem kleinen Stall in Bethlehem.

Als Kaiser Friedrich Barbarossa die Gebeine der legendären Herrscher im Jahr 1164 aus Mailand nach Köln brachte , entwickelte sich dort bald ein intensiver Kul. Der Reliquienschrein, in dem sich die Überreste der Könige befinden sollen, steht bis heute im Kölner Dom. Die drei Könige wurden zu Symbolen der Weltvölker, der dritte hatte von nun an eine schwarze Hautfarbe.

In der Zeit um den Dreikönigstag ziehen die Sternsinger von Haus zu Haus - Kinder, als heilige drei Könige gekleidet, singen Lieder, überbringen Segenswünsche und bitten um Spenden für Entwicklungsprojekte. An dem ursprünglich katholischen Brauch sind inzwischen auch viele evangelische Christen beteiligt.

Sie sind in weiße Betttücher oder farbenprächtige Gewänder gehüllt, tragen Kronen aus Goldpapier auf dem Kopf, voran der lange Stab mit dem goldenen Stern. Rund eine halbe Million Kinder und Jugendliche sind in Deutschland jedes Jahr an der Sternsingeraktion beteiligt. Der Brauch hat eine uralte Tradition. Er erinnert an die mittelalterlichen Dreikönigsspiele: dramatische Darstellungen des weihnachtlichen Geschehens, die in Kirchen und Klöstern aufgeführt wurden. Damals gab es noch kaum Bücher, und nur wenige Menschen konnten lesen.

Heute ist es wieder soweit und in vielen Gemeinden, Städten und Dörfern wird den heiligen drei Königen gedacht. Heute nennt man die Drei Könige auch Sternsinger. Leider ist dieser Tag nicht Bundesweit ein Feiertag sondern nur in Baden Württemberg, Bayern und Sachsen. Die anderen müssen heute zur Arbeit oder auch zur Schule.

Heute darf man wieder Bilder sehen, wo sich Kinder als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet von Haus zu Haus ziehen um dort das Haus zu segnen. Dies wird durch einen Schriftzug an der Eingangstür gekennzeichnet. Nicht bloß als frommen Wunsch, sondern als wirkmächtige heilige Zeichen interpretierte man von Anfang an die Buchstaben CMB, die mit geweihter Kreide oben an die Türstöcke der Wohnungen und Ställe geschrieben werden, damit nichts Böses über die Schwelle treten möge. Sie stehen als Abkürzung für die Schutzformel "Christus mansionem benedicat" ("Christus segne dieses Haus"). Häufig werden sie auch als Abkürzung für Caspar ("Schatzträger"), Melchior ("König des Lichts") und Balthasar ("Gottesschutz") gedeutet.

Meist wird noch ein Lied gesungen und natürlich zu einer Spende aufgerufen. In der Zwischenzeit zählt der Heilige Drei Königstag zu der weltweit größten Hilfsaktion von Kinder für Kinder.

Vor allem aber muss man die Leistung der Kinder welche diese Strapazen bei eisiger Kälte auf sich nehmen immer wieder gebührend loben, denn sicherlich ist dies nicht Selbstverständlich. Zum Teil sind sie in prachtvolle Gewänder gekleidet.

Ein Indiz für die Übernahme von Heiligen in unsere Kultur ist die Verbreitung ihrer Namen als Ruf- und Familiennamen. Kaspar (im Mittelalter war Jaspar geläufiger), Melchior und Balthasar breiteten sich als Namen ab dem 13./14. Jahrhundert aus. Sie werden nicht nur in Vollform und in zahlreichen Kürzeln als Vornamen übernommen, sie bilden auch Familiennamen nicht nur im deutschsprachigen Teil Europas, sondern bis in das slawische und litauische Sprachgebiet:
Aus Kaspar wird auch Kasper, Casper, Caspari, Caspers, aber auch Gaspar, Gaspari, Gasper, Jasper und Kasparek, Kasperek, Kasperski, Kasprzyk, Kasparowicz und Kaspareit.
Melchior bildet Melcher, Mellicher, Melchers und Melchert.
Balthasar bringt hervor: Baldas, Baldus, Baldis, Baldzuhn, Balz, Bälz, Balzel, Balzer, Baltrusch(at), Baltruweit, Baltr(us)at(is), Baltus, Bal(t)zer, Batrus, Palczar.

Volksfrommes Brauchtum

Im Laufe der langen Brauchgeschichte war auch das Räuchern von Haus und Hof am Dreikönigstag eine feststehende Größe und – natürlich – nicht immer frei von Aberglauben. Die Segnung der Räume sollte sie nach zeitgenössischen Auffassungen auch gegen die Dämonen, Verhexung und schlechtes Wetter schützen. Dem Weihrauch mischte man deshalb Kräuter bei, die als dämonenabwehrend galten, z. B. Raute oder Wacholder, Kräuter vom am Tage Mariä Himmelfahrt geweihten Strauß, ein Stückchen der Osterkerze oder von einer an Lichtmess geweihten Kerze.

Liturgisches Brauchtum

Eine ganz besondere Prozessionsform gab es in Köln in Fällen größter Not. Mit einer logistischen Glanzleistung zogen die Stiftskleriker und der übrige Klerus von jeweils unterschiedlichen Ausgangsorten zum Dom. Dabei begleiteten sie je einen der Kölner Reliquienschreine. Mit der „geballten Macht“ aller um die Heiligen Drei Könige versammelten Kölner Heiligen beteten die Kölner um Gnade und Hilfe.

Nach altem Volksglauben hat die weiße Kreide, mit der die Haustür bezeichnet wird, eine besondere Funktion: Alles Weiße ist den Dämonen nicht sichtbar, und deshalb „trifft“ sie der Segen um so heftiger, weil sie die Gefahr vorher nicht erkannt haben.
Nahezu überall werden Kreide und Weihrauch geweiht. Der Priester segnet am Dreikönigstag auch das Dreikönigswasser und – wo es noch üblich ist – das Dreikönigssalz. Das Wasser soll an das Wasser der Taufe erinnern, das Sünden abwäscht, das Salz wiederum kann schal gewordenem Wasser Kraft zurückgeben.

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