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#1

Tschernobyl

in aus aller Welt 15.11.2016 11:24
von Uschi | 27.642 Beiträge

Ein neuer Sarg für die Tschernobyl-Ruine

Stand: 14.11.2016 16:21 Uhr

Sie soll das weltgrößte bewegliche Bauwerk an Land sein: die neue Schutzhülle für die Ruine des 1986 explodierten Atomkraftwerks Tschernobyl. Es wird dauern, bis der mehr als 30.000 Tonnen schwere Sarg die Ruine versiegelt. Und dann ist alles gut?

Von Birgit Virnich, ARD-Studio Moskau

Die ersten sechs Meter sind geschafft. Es wird Tage dauern, bis die neue Schutzhülle endlich den alten Betonsarkophag von Tschernobyl abdecken wird. Auf Gleitschienen wird der neue Schutzmantel vorsichtig über den maroden Sarkophag geschoben. Der 100 Meter hohe Stahlbogen, mehr als 30.000 Tonnen schwer, ist das größte bewegliche Bauwerk auf dem Land.

Es ist so konstruiert, dass es den alten Betonsarkophag versiegelt, den man 1986 nach der Kernschmelze eilig um den havarierten Atommeiler von Tschernobyl errichtet hatte. So soll verhindert werden, dass weitere Strahlung aus dem havarierten Atommeiler austritt. "Eine jahrzehntelange Herausforderung. Ein bisher beispielloser Erfolg der Ingenieurskunst", sagt Vince Novak von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. "Eine unglaublich komplexe Konstruktion, die noch dazu in einer kontaminierten Gegend errichtet werden musste." Mehr als 40 Staaten ermöglichten dieses Mammutprojekt unter Federführung der Bank. Quelle ARD

Die neue Stahlhülle schützt nicht für immer

Politisch läutet der Super-GAU das Ende der Sowjetunion ein. Mit letzter Kraft errichtete die marode Sowjetunion eine Schutzhülle um den zerstörten Reaktor. Doch die Strahlung, die von diesem Areal ausgeht, ist noch lange nicht gebannt. Tschernobyl bleibt der Ort, der vor allem die Europäer das Fürchten vor der Atomkraft hätte lehren sollen.


zuletzt bearbeitet 13.02.2019 08:15 | nach oben springen

#2

RE: Tschernobyl

in aus aller Welt 13.02.2019 08:24
von Uschi | 27.642 Beiträge

In der gesperrten Zone Tschernobyls ist ein Paradies für Wildtiere entstanden

Seit dem Reaktor-Unglück im Jahr 1986, konnten sich die Wildtiere Bestände in der Region erholen. Es entstand ein neues Ökosystem ohne Menschen, wie eine aktuelle Studie jetzt zeigt.

Nach über 30 Jahren haben sich die 3.000 Quadratkilometer Sperrzone von Tschernobyl zu einem wahren Paradies für Tiere entwickelt. Durch die Abwesenheit von Menschen, konnte sich die Populationen erholen und deutlich besser entwickeln als das vor der Katastrophe der Fall war. Trotz der Belastung durch Strahlen.

Wölfe sind die größten Gewinner

Vor allem die Population der Wölfe ist besonders hoch - sieben Mal höher als außerhalb dieser Zone. Aber auch Hirsche, Wildschweine und Elche, konnten sich in den vergangenen Jahren entfalten, wie verschiedene Studien der letzten Jahre zeigten. Sogar bedrohte Arten wie der Luchs und der Wisente, haben sich in dem Gebiet wieder angesiedelt. Auch Przewalski-Pferde leben mittlerweile dort.

Unglaubliche Artenvielfalt

Um herauszufinden welche Tiere am Ufer des Flusses leben, platzierten die Forscher Köder. Die Artenvielfalt der dort angesiedelten Wildtiere ist höher als vermutet. Mehr als 10 verschiedene Aasfresser bedienten sich der Köder. Die Daten zeigen, dass das Gebiet ein vielfältiges Ökosystem geworden ist. Diese habe positive und wichtige Auswirkungen auf die Verteilung der Nährstoffe in der Region, so die Forscher. Die beweisen aber nicht, dass die Radioaktivität ohne Folgen sei. Wie genau sich diese auf die Tiere auswirkt, konnte bisher noch nicht genau geklärt werden.

Quelle: derstandard


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#3

RE: Tschernobyl

in aus aller Welt 13.02.2019 10:02
von Mai | 2.164 Beiträge

Es hat aber seither wahnsinnig viele Schilddrüsen-Krebserkrankungen gegeben und nicht alle haben diesen überlebt.
Das hat vor allem die Generation 1983 geborenen getroffen. Mein Sohn ist auch in diesem Jahr geboren und die Angst war lange da. Man hat uns ja falsch informiert. Zunächst hieß es, man solle Wiesen meiden (ich hatte damals noch einen Garten direkt vor der Tür) und so bin ich mit dem Kinderwagen auf dem Gehsteig täglich meine zwei Stunden spazieren gegangen. Drei Wochen später hat man urgiert und uns informiert, dass gerade diese viele Strahlungen ergeben, und jetzt?

Ich habe damals einen Arzt gekannt, der in Seibersdorf gearbeitet hat. Der hat mir damals erklärt, wenn sich die Strahlung in einer Farbe zeigen würde, der Mensch würde sich in den tiefsten Keller verkriechen und selbst dort würde er die Farbe vorfinden. Eigentlich hätte man dreißig Jahre lang keine Nahrung aus dem Boden und natürlich von den Bäumen, Tieren zu sich nehmen dürfen. Die Abbauzeit dauert so lange, bis sie den Menschen nicht mehr gefährlich wird.
Ich möchte gar nicht wissen, was man uns NICHTS erzählt hat.
Man hat ja die Nahrungsmitteln nicht entsorgt.

Wölfe und andere Tiere sind scheinbar besser geschaffen, als der Mensch. So können Hunde verdorbenes Essen zu sich nehmen, ohne dass es ihnen schadet. Der Mensch kann das leider nicht.

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#4

RE: Tschernobyl

in aus aller Welt 13.02.2019 10:10
von Uschi | 27.642 Beiträge

das die Tiere so gut hier sich entwickeln können ist sicher toll
aber sie wissen auch noch nicht wie weit die Gene geschädigt sind.

Das die Menschen darunter gelitten haben und noch haben hat man uns tunlichst verschwiegen.
Einmal habe ich eine kleine Randnotiz gefunden wo großartig geprahlt wurde
wieviele Kinder man in Erholungsheime geschickt hat. > Toll oder was ?????

wir sind auch von so einer Wolke betroffen worden
hier ist das Wild immer noch verstrahlt


zuletzt bearbeitet 13.02.2019 10:11 | nach oben springen

#5

RE: Tschernobyl

in aus aller Welt 13.02.2019 18:40
von Mai | 2.164 Beiträge

Zitat
Das die Menschen darunter gelitten haben und noch haben hat man uns tunlichst verschwiegen.



...und was sie uns heute noch verschweigen, denn nicht alles dringt durch die Medien. Vielleicht ist es ja gut so, denn wehren können wir uns ohnehin nicht.

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#6

RE: Tschernobyl

in aus aller Welt 13.02.2019 19:05
von Uschi | 27.642 Beiträge

ja manchmal denke ich
wir würden manchmal daran zerbrechen wenn wir alles wüßten


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